Eintracht Frankfurt

Jovic: Karriereknick bei Real - Auch Rebic in Mailand nur Bankdrücker

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Luka Jovic sitzt bei Real Madrid nur auf der Bank.

Die beiden Ex-Stürmer der Eintracht Frankfurt, Luka Jovic und Ante Rebic, erleben bei ihren neuen Clubs einen Karriereknick.

Frankfurt - Im Sommer sind die Frankfurter Stürmerstars aus der letzten Saison Luka Jovic, Ante Rebic und Sébastien Haller (zusammen 57 Tore) alle dem Lockruf des Geldes erlegen. Sie haben sich wohlgefühlt bei der Eintracht und doch wollten sie weg. Und wenn es noch ein paar Zweifel gegeben hatte, dann wurden sie von ihren Beratern in die aus deren Sicht richtige Richtung geschubst. So sind Jovic, Rebic und Haller in die Welt der reichen und ganz reichen Klubs gezogen. Die Eintracht hat das beste aus der Reiselust ihrer „Büffelherde“ gemacht und so viel Geld wie möglich rausgeschlagen, sich dabei auch souverän verhalten. „Wenn Angebote von Real Madrid kommen, können wir nicht mithalten“, hat Sportvorstand Fredi Bobic gesagt, „ich kann die Spieler verstehen, wenn sie solche Angebote annehmen.“ Mehr als das Doppelte als in Frankfurt können sie in Madrid, Mailand und London einstreichen.

Eintracht Frankfurt: Jovic ist ins Stolpern geraten

Ob sie sportlich glücklich werden in den Fußball-Metropolen Europas ist eine andere Frage. Derzeit, nach einem Viertel der Saison, sieht es nicht in jedem Fall danach aus. Den größten Schritt hat Luka Jovic (21) gewagt und ist dabei mächtig ins Stolpern geraten. Real Madrid ist die beste Adresse in der Fußball-Welt. Jovic wusste also, was ihn erwartet, eine riesengroße Konkurrenz. Doch dass er sich so schwertun würde, damit hat er sicher nicht gerechnet. Der serbische Nationalspieler, dessen Stern in der letzten Saison so hell über Europa gestrahlt hat, ist höchstens zweite Wahl bei den „Königlichen“, manchmal nicht einmal das.

Er hat an den ersten acht Spieltagen nur zweimal in der Startelf gestanden, wurde dazu noch dreimal eingewechselt. Für einen Torjäger das Schlimmste: Jovic hat noch kein einziges Tor geschossen. Ganz offensichtlich setzt Trainer Zinedine Zidane kein großes Vertrauen in den ehemaligen Frankfurter, selbst letzte Woche bei der Aufholjagd in der Champions-League gegen Brügge, als Real einem 2:2 hinterherrannte und mit Mühe noch ein 2:2 erreichte, musste Jovic auf der Bank bleiben. Schon wird in Madrid mehr oder weniger offen darüber diskutiert, ob Jovic den Verein im Winter verlassen muss oder darf, je nach Sichtweise. In jedem Fall ist die Karriere ins Stocken geraten.

Eintracht Frankfurt: Rebic nur Bankdrücker bei Milan

Noch böser hat es Ante Rebic (26) erwischt, der sich ausgerechnet den AC Mailand als neuen Arbeitgeber ausgesucht hat. Die großen Zeiten von „Milan“ sind lange vorbei, der Mailänder Klub steht im Schatten von Nachbar Inter und dümpelt als Dreizehnter in der Liga im hinteren Mittelfeld herum.

Und selbst in dieser durch und durch mittelmäßigen Mannschaft scheint es für Rebic keinen Platz zu geben. Noch nicht einziges Mal hat er von Beginn an gespielt, die erst 67 Einsatzminuten verteilen sich auf drei Einwechslungen. Ein Tor hat Rebic noch nicht erzielt, international ist der AC Mailand nicht vertreten. Doch jetzt gibt es einen Hoffnungsschimmer. Trainer Marco Giampaolo wurde entlassen, bei neuen Coach Stefano Pioli werden die Karten neu gemischt. Vielleicht kriegt Rebic dann eine Chance.

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Stammspieler vom ersten Tag an war dagegen Sébastian Haller (25) bei West Ham United. Und getroffen hat der Franzose auch schon. Vier Tore in sieben Spiele sind eine ordentliche Ausbeute. Doch in England wird davon wenig Notiz genommen, West Ham fliegt ein wenig unter dem Radar, ist nach Chelsea, Arsenal und Tottenham nur die vierte Kraft in der britischen Hauptstadt. International wie bei der Eintracht spielt Haller nicht, er muss also in der Premiere League regelmäßig weiter treffen, um sich seinen Traum von einem der ganz großen Klubs doch noch zu erfüllen. Das ganz große Glück hat also auch er (noch) nicht gefunden.

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von PEPPI SCHMITT

Quelle: op-online.de

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