Nach Spiel gegen Inter Mailand

Pyro-Ärger in Europa League bei Eintracht Frankfurt: Entscheidung der UEFA gefallen

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Die UEFA verhängt eine hohe Geldstrafe für die Eintracht.

Nach dem Pyro-Ärger in der Europa League beim Spiel gegen Inter Mailand hat die UEFA ein Urteil gefällt. Die Fans von Eintracht Frankfurt können durchatmen.

Update, 28. März 2019, 15.47 Uhr: Glück für die Fans der Frankfurter Eintracht. Zum Auswärtsspiel bei Benfica Lissabon wird die SGE 3200 Tickets bekommen. Die UEFA verhängt "nur" eine hohe Geldstrafe für die Vorfälle in Mailand. Die Kontroll-, Ethik- und Disziplinarkammer der UEFA hat heute im schriftlichen Verfahren Eintracht Frankfurt aufgrund der Vorkommnisse im UEL-Achtelfinale in Mailand gegen den FC Internazionale zu einer Geldstrafe in Höhe von 50.000 Euro verurteilt. Der Bewährungszeitraum für die Ausschlussstrafe für das nächste Auswärtsspiel in einem UEFA-Pflichtspielwettbewerb, die nach den Vorfällen im letzten Gruppenphasenspiel bei Lazio Rom am 10. Januar 2019 verhängt worden war, wurde zudem um ein weiteres Jahr von zwei auf drei Jahre verlängert. Von einem Widerruf der Bewährung sah die Kommission letztmals ab.

„Wir können uns glücklich schätzen, dass man uns noch diese letzte Chance gelassen hat. Ich habe die große Hoffnung, dass nun jeder begriffen hat, wie mit dieser Verantwortung umzugehen sein wird.“ sagt Vorstandsmitglied Axel Hellmann zur Entscheidung der Kommission. „Wir werden nach Abschluss dieses Wettbewerbs – wann immer er für uns beendet sein sollte – intern gemeinsam mit der Fanszene diskutieren, wie es mit Blick auf zukünftige europäische Wettbewerbe weitergeht, um nicht wieder vor einem Zuschauerausschluss zu stehen.“ so Hellmann weiter.

Der Eintracht stehen für das Auswärtsspiel in Lissabon 3200 Tickets zur Verfügung.

Update, 27. März 2019: Am Donnerstag verhandelt die UEFA über einen möglichen Fan-Ausschluss beim Europa-League-Viertelfinale gegen Benfica Lissabon am 11. April in der portugiesischen Hauptstadt. Im schlimmsten Fall droht den auf Bewährung spielenden Hessen ein Zuschauerbann für das Viertelfinal-Hinspiel. Die schon längst geplante (und gebuchte) Auswärtsparty müsste dann ausfallen.

Frankfurts Anwalt Christoph Schickhardt will das unbedingt verhindern: "Wir kämpfen wie die Löwen und erhoffen mit unseren dezidierten Argumenten, dass die UEFA sagt, ihr bekommt eine hohe Geldstrafe, und die Bewährung wird noch einmal verlängert", sagte der Anwalt des Bundesligisten in der Sendung "Heimspiel" im hr-Fernsehen. "Ich verbürge mich für diese Fans, dass in Lissabon nichts passiert", sagt Schickhardt. 

Anwalt von Eintracht Frankfurt will Fan-Ausschluss verhindern

Ursprüngliche Meldung, 26. März 2019: Frankfurt - Eintracht Frankfurts Rechtsanwalt Christoph Schickhardt hofft, den drohenden Ausschluss der Fußball-Fans des Bundesligisten beim Viertelfinal-Rückspiel in der Europa League bei Benfica Lissabon abwenden zu können. "Wir erwarten einen schwierigen Tag, und wir erhoffen mit unseren dezidierten Argumenten, dass die UEFA sagt, ihr bekommt eine hohe Geldstrafe, und die Bewährung wird noch einmal verlängert", sagte der Sportrechtler am Montagabend in der Sendung "Heimspiel!" im hr-fernsehen.

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Die Europäische Fußball-Union wird am Donnerstag entscheiden, ob nach dem erneuten und verbotenen Pyrotechnik-Einsatz durch Eintracht-Anhänger im Rückspiel des Achtelfinals bei Inter Mailand die hessischen Fans ausgeschlossen werden oder nicht. Die Frankfurter spielen am 11. April bei Benfica und eine Woche später am Main. 

Vorfälle in Rom und Mailand: "Die beiden Fälle sind nicht miteinander vergleichbar" 

"Rom war ein Desaster, die Reise nach Mailand ein voller Erfolg. 15.148 Fans waren dabei. Tagsüber ist nichts passiert, nicht einmal eine Espresso-Tasse ist kaputt gegangen", sagte Schickhardt. "Wir haben hier eine andere Situation, die beiden Fälle sind nicht miteinander vergleichbar. Die Bewährung wird nur widerrufen, wenn der Fall ähnlich ist."

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Wegen umfangreichen Abbrennens von Pyrotechnik durch Eintracht-Fans während des Gruppenspiels bei Lazio Rom hatte die UEFA Frankfurt mit einer Geldbuße von 80.000 Euro und einer Bewährung von zwei Jahren verurteilt. Als positive Ausgangslage bewertet Schickhardt, dass "die UEFA sieht, dass die Eintracht diesen Wettbewerb lebt sowie bereichert und schon in der ersten Runde ein ausverkauftes Stadion bietet. Außerdem sieht die UEFA unsere Bemühungen".

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dpa

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