Eintracht schießt Rostock ab

Rostock - Die Eintracht hat eindrucksvoll ihre Aufstiegsambitionen untermauert. Mit einem Kantersieg eroberten sich die Frankfurter den zweiten Tabellenplatz zurück.

Eintracht Frankfurt hat den Auswärtsfluch gebannt und mit dem stürmischen 5:1 (2:0) beim Tabellenletzten FC Hansa Rostock die Aufstiegsträume in der 2. Fußball-Bundesliga genährt. Vor lauter Übermut schleppte Bamba Anderson seinen Abwehrkollegen Constant Djakpa am Sonntag auf den Schultern über den Platz und feierte im Kollektiv vor der Eintracht-Fankurve den 15. Saisonsieg. Der Aufsteiger kassierte dagegen die höchste Heimpleite seiner Zweitliga-Geschichte.

„Auf Dauer geht das aber nicht immer gut. Wir haben uns in der zweiten Halbzeit hängen lassen", warnte der Führungsschütze Benjamin Köhler, „das kann man sich gegen keinen Gegner in der Liga erlauben." Neun Spieltage vor dem Saisonende liegt der Tabellenzweite aus Frankfurt weiter einen Punkt hinter Spitzenreiter Greuther Fürth und einen Zähler vor Verfolger Fortuna Düsseldorf.

Der Knoten platzte bei den Hessen erst, als der eingewechselte Youngster Ronny Kittel einen erneuten Abwehrfehler der Gastgeber zum 3:1 (77.) nutzte. „Wir haben schon das 2:0 zu lange verwaltet und es wurde nach dem Anschlusstor eng. Aber Ronny hat das richtig gut gemacht", erklärte Eintracht-Coach Armin Veh.

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Eintracht deklassiert Hansa Rostock

Nach dem achten Saisontreffer von Köhler hatte der in die Startelf zurückgekehrte Innenverteidiger Gordon Schildenfeld (42.) per Kopf auf 2:0 erhöht. Doch nach einer von Alexander Meier (59.) verpassten Chance zur Vorentscheidung brachte Robert Müller (63.) mit einem trockenen Schuss aus 18 Metern die Rostocker vor 13 300 Zuschauern wieder ins Spiel.

Allerdings mühten sich die Gastgeber danach vergeblich und hatten gegen die kompakt stehende Hintermannschaft der Frankfurter nur wenige Möglichkeiten. Nach dem 3:1 brach Rostock in sich zusammen. Sebastian Rohde (84.) und Mohamadou Idrissou (87.) hatten leichtes Spiel. Der Kameruner Nationalspieler feierte mit seinem siebten Saisontor und ersten Treffer seit November ein gelungenes Comeback nach einer Knöcheloperation im Fußgelenk.

„Gegen Eintracht kann man verlieren, aber solche Gegentore darf man nicht bekommen. Wie wir uns da angestellt haben, stimmt mich nachdenklich", meinte Hansa-Trainer Wolfgang Wolf und Mittelfeldspieler Tobias Jänicke betonte: „Mir fehlen die Worte. So etwas darf uns in solch einer Situation nicht passieren."

dpa

Quelle: op-online.de

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