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Eintracht in Augsburg: Sow und Silva in der Anfangself

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Adi Hütter hat das Auswärtsspiel in Augsburg im Blick.

Beim Spiel in Augsburg lastet viel Druck auf Martin Hinteregger. Sow und Andre Silva stehen wohl in der Startelf.

Frankfurt - Die Frankfurter Eintracht feiert beim Spiel am Samstag in Augsburg ein kleines Jubiläum: Als erst achter Verein überhaupt werden die Frankfurter ihr 1 700.Bundesligaspiel bestreiten. Die historische Bilanz ist knapp negativ: Die Eintracht hat 646 Spiele verloren, 430 Spiele unentschieden gespielt, aber „nur“ 623 gewonnen. Geht es nach den Eindrücken der ersten Wochen dieser Saison könnte in Augsburg der 624.Sieg hinzukommen. Während der FCA erst einen Punkt ergattern konnte, hat die Eintracht schon sechs auf ihr Konto geschaufelt. Dennoch sieht der Trainer sein Team nicht in der Favoritenrolle. „Es ist ja erst der vierte Spieltag“, ordnet Adi Hütter ein, „wir hatten zwar den besseren Start, aber Augsburg ist sehr unangenehm zu spielen.“ Was die Eintracht im letzten Heimspiel am Ende der vergangenen Saison leidvoll erfahren hat, als sie beim Debüt von Augsburgs Trainer Martin Schmidt im eigenen Stadion mit 1:3 unterlag und die Champions-League-Hoffnungen einen heftigen Dämpfer bekommen hatten. „Ich will nicht von Revanche sprechen“, sagt Hütter jetzt, „aber wir möchten unbedingt ein gutes Auswärtsspiel machen und unsere jüngsten Leistungen bestätigen“.

Eintracht Frankfurt: Gacinovic und de Guzman fehlen

Zum Auftakt der ersten Knaller-Woche, auf das Spiel in Augsburg folgen die beiden Heimbegegnungen gegen Arsenal London und Borussia Dortmund, hat Hütter (fast) die freie Auswahl. Nur Mijat Gacinovic und Johnny de Guzman sind nicht einsatzfähig, doch hätten beide wohl so oder so nicht in der Anfangsformation gestanden. Hütter hielt sich im Vorfeld der Partie wie immer bedeckt, will seinem Trainerkollegen die eine oder andere Überraschung bereiten. Es gibt einige offene Fragen:

Hat Hütter schon den Europacup am nächsten Donnerstag im Blick und schont Spieler? Das wäre möglich. Ein Kandidat dafür könnte Sebastian Rode sein, der zwar als Schwungrad eigentlich unverzichtbar für die Eintracht ist, der bei drei Begegnungen innerhalb von neun Tagen aber an seine Grenzen kommen könnte. Dominik Kohr, ein ehemaliger Augsburger, wäre da ein guter Vertreter im ersten Teil des Dreierpacks.

Traut der Eintracht-Trainer Djibril Sow einen Einsatz von Beginn an zu? Der Neuzugang aus Bern, so etwas wie der „Königstransfer“ des Sommers (9 Millionen Euro Ablöse) ist nach einem Sehnenriss aus der Vorbereitung gesundheitlich zu hundert Prozent hergestellt, hat schon paar Minuten Spielpraxis gegen Düsseldorf gesammelt und dann das Freundschaftsspiel gegen Leipzig durchgestanden. „Er könnte spielen“, sagt Hütter, „er ist in guter Verfassung.“ Viel spricht also dafür, dass der Schweizer Nationalspieler beginnen wird.

Feiert André Silva sein Bundesligadebüt? Davon ist auszugehen, Der Portugiese hat sich im Schnelldurchlauf integriert, konnte in den wenigen Tagen auf dem Trainingsplatz seine Extraklasse vor allem beim Spiel mit dem Ball unter Beweis stellen. „Er ist bereit“, sagt Hütter. Was für Goncalo Paciencia und Bas Dost aber gleichermaßen gilt. Da der Frankfurter Coach eine Doppelspitze bevorzugt, (noch) nicht aber einen Dreierangriff, werden wohl die beiden Portugiesen beginnen.

Eintracht Frankfurt: Martin Hinteregger wird spielen

Eine wichtige Frage ist schon beantwortet: Martin Hinteregger wird spielen. Der Österreicher, der in der Nationalmannschaft über die Stränge geschlagen hat, danach fürs Länderspiel suspendiert worden war, und vor einigen Wochen unter viel Getöse aus Augsburg nach Frankfurt gewechselt ist, genießt das Vertrauen des Frankfurter Trainers. Der Augsburger Coach Martin Schmidt glaubt, „dass Martin die ganze Sache mehr belasten könnte als uns.“ Es wird also spannend sein, zu sehen, wie Hinteregger mit dem immensen Druck klarkommt, der auf ihm lastet.

Froh sind sie bei der Eintracht, dass in dieser Saison zum ersten Mal für jedes Spiel zwanzig anstelle von achtzehn Spielern nominiert werden können. Da bleiben Härtefälle wie zuletzt in der Europa-League, als mit De Guzman und Lucas Torró zwei gestandene Profis überhaupt nicht gemeldet wurden, wenigstens in der Liga aus. „Gerade für Lucas war das nicht angenehm“, räumte Trainer Hütter ein, „ich habe versucht, ihn abzuholen, ihm die Sache zu erklären. Das sind Härtefälle, die mir sehr, sehr leid tun.“

Von PEPPI SCHMITT

Quelle: op-online.de

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