Keine Ausweiskontrollen beim Kartenverkauf

Frankfurt/Berlin - „Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin“, skandierten die Fans in der Kurve des Frankfurter Stadions nach dem Sieg der Eintracht gegen Dresden. Gemeint war das nächste Auswärtsspiel gegen Union - einziges Problem: der DFB hat den Eintracht-Fans den Besuch des Spiels verboten.

Das Zweitliga-Montagsspiel von Aufstiegskandidat Eintracht Frankfurt beim 1. FC Union hat wegen des Ausschlusses der Gäste-Fans besondere Brisanz. Für die Partie sind bereits 15.000 Tickets verkauft worden, obwohl die Gästefanblöcke ausgerechnet gegen die reisefreudigen Frankfurter frei bleiben müssen. Nachdem Eintracht-Fans im Spiel bei Fortuna Düsseldorf am 13. Februar Rauchbomben und Feuerwerkskörper gezündet, teilweise auf das Spielfeld geworfen und den Spielbeginn verzögert hatten, schloss der DFB-Kontrollausschuss die Anhänger für das Auswärtsspiel bei Union aus.

Allerdings sollen sich viele Eintracht-Fans schon vor dem Inkrafttreten des DFB-Urteils mit Tickets in Zuschauer-Bereichen der Union-Anhänger eingedeckt haben. „Bisher gibt es keine Erkenntnisse über größere Ticketbewegungen in Frankfurt und Berlin. Der Kartenvorverkauf ist extrem kontrolliert abgelaufen. Nur in Berlin und Brandenburg konnten Karten für dieses Spiel erworben werden", sagte Union-Sprecher Christian Arbeit.

Aber Union hat etwaigen Problemen vorgebaut. „Grundsätzlich haben sich wie immer bei Spielen, die ein bisschen kribbelig sind, beide Vereine und die Sicherheitsbehörden zusammengesetzt. Wir sind genauso vorbereitet, als wenn der Gästeblock pickepacke voll wäre", erklärte Arbeit. Ausweiskontrollen wurden beim Kauf jedoch nicht gemacht, auch am Spieltag an den Tageskassen soll dies nicht geschehen.

dpa

Quelle: op-online.de

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