Eintracht will weniger Miete zahlen

Frankfurt (joko) - Besinnliche Tage, ruhige Weihnachtszeit. So sollte es sein, so muss es aber bei Eintracht Frankfurt nicht sein. Am Montag hat die Eintracht ihr letztes Spiel 2011 bestritten, liegt nach dem 0:2 gegen den FC St. Pauli auf Rang drei.

Sportlich kann man mit dem Relegationsplatz zufrieden sein. Aber dennoch herrscht in der Weihnachtspause Unruhe.

Noch in schlechter Erinnerung hat man die katastrophale Rückrunde der letzten Saison. Damals war die Eintracht im Winter Siebter und ist am Ende abgestiegen. Obwohl die Eintracht bereits den mit Abstand höchsten Personaletat in der 2. Liga unterhalten muss, wünscht sich Trainer Armin Veh weitere Verstärkungen. Der Vorstandsvorsitzende Heribert Bruchhagen sieht aus finanziellen Gründen derzeit aber kaum Möglichkeiten, den Wunsch des Trainers zu erfüllen.

Schon jetzt steht fest, dass die Eintracht die Saison mit einem hohen Verlust im mittleren einstelligen Millionenbetrag abschließen wird. Die mittelfristige Zukunft ist nicht nur sportlich völlig offen. Auch wirtschaftlich kommen einige Probleme auf die Eintracht zu. Am Mittwoch wurde bekannt, dass sich Hauptsponsor Fraport nach elf Jahren zurückziehen wird. Als Zweitligist wird es für die Eintracht schwierig, einen adäquaten, neuen Partner zu finden.

„Wir zahlen zehn Millionen Euro“

Und nun ist auch noch Peter Fischer mit einem Aufsehen erregenden Vorschlag in die Öffentlichkeit gegangen. Der Eintracht-Präsident verlangt von der Stadt Frankfurt, die jährlichen Mietzahlungen für das Stadion drastisch zu senken. „Wir zahlen zehn Millionen Euro. Die Mainzer zahlen fünf Millionen Euro Miete und denen gehört das Stadion - Scheiße!“, poltert Fischer in der Bild-Zeitung und versucht gleichzeitig, die Politiker unter Druck zu setzen.

„Ich bin sicher, dass das auch ein Thema im Bürgermeister-Wahlkampf wird. Wir haben 17.000 Mitglieder, die, so glaube ich, bei ihrer Wahl auch darauf schauen werden, wie sich der jeweilige OB-Kandidat in der Stadion-Miete-Frage verhält.“ Und Fischer hat sich schon überlegt, was passieren wird, wenn die Politiker nicht auf seine Forderungen eingehen. Dann, so Fischer, will die Eintracht ein neues Stadion bauen.

Quelle: op-online.de

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