Adi Hütter zuversichtlich

Seit 14 Jahren kein Sieg in Mainz: Die Horror-Serie der Eintracht soll reißen

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Frankfurts Alptraumgegner: Noch nie konnte die Eintracht in Mainz gewinnen. Diese Serie soll am Sonntag endlich reißen. „Jede Serie geht einmal zu Ende“, sagt Trainer Adi Hütter. (Archivbild)

Die Frankfurter Eintracht hat in der 1. Bundesliga noch nie in Mainz gewonnen. Am Sonntag soll sich das ändern. Trainer Adi Hütter ist zuversichtlich.

Frankfurt - Vor 23 Jahren, am 14. Oktober 1996, haben der FSV Mainz 05 und die Frankfurter Eintracht zum ersten Mal um Punkte gegeneinander gespielt. Damals in der Zweiten Liga, im alten Bruchwegstadion. In der Bundesliga kam es zum ersten Duell in Mainz am 19. November 2005. Das ist also auch schon vierzehn Jahre her. In all dieser Zeit haben es die Frankfurter nicht ein einziges Mal fertig gebracht, in Mainz zu gewinnen. Nicht am Bruchweg mitten in der Stadt, nicht in der Opel-Arena draußen auf der grünen Wiese. Die Rheinhessen sind also in ihrem eigenen Stadion mehr als nur ein „Angstgegner“ für die Hessen.

Sie sind ein Alptraum. Die Eintracht hat die Siege verpasst, egal ob sie gerade in Form war, ob sie in Abstiegsgefahr geschwebt hat oder ob sie in der Spitzengruppe war. In Mainz gab es höchstens Unentschieden zu holen. So wie im letzten Duell vor fast genau einem Jahr. Damals, am 19.Dezember 2018, trennten sich der FSV und die Eintracht 2:2. Robin Quaison und Luka Jovic hatten jeweils zweimal getroffen. Am Montagabend (20.30 Uhr) müssen die Frankfurter nun wieder nach Mainz. „Jede Serie geht einmal zu Ende, wir wollen diese Negativserie jetzt durchbrechen“, sagt Frankfurts Trainer Adi Hütter, „dafür brauchen wir über 90 Minuten ein gutes Spiel.“

Eintracht Frankfurt fährt mit breiter Brust zu Mainz 05

Die Eintracht fährt mit dem Selbstvertrauen aus dem Sieg bei Arsenal die paar Kilometer vom Main hinüber zum Rhein. Die Mainzer haben nach dem Trainerwechsel von Sandro Schwarz zu Achim Beierlorzer mit einem 5:1 in Hoffenheim erstaunlich schnell zurück in die Erfolgsspur gefunden. Für die Eintracht macht der Trainerwechsel das Spiel noch schwerer als es aus historischen Gründen ohnehin schon ist. Hütter: „Wir haben alle Spiele unter Schwarz ad acta gelegt, die zu analysieren bringt nichts mehr. Dafür haben wir das Mainzer Spiel in Hoffenheim komplett zerlegt.“

Eintracht-Trainer Adi Hütter erwartet aggressive Mainzer

Die wichtigste Erkenntnis: Die Mainzer würden unter dem neuen Coach, wie Hütter einst bei RB Salzburg, „hoch anlaufen“ und „aggressiv stören“, einen „komplett anderen Fußball spielen.“ Darauf müsse sich die Eintracht einstellen. Genau wie auf ein emotionales Spiel. „Beide versuchen eine ähnliche Art des Fußballs“, glaubt der Frankfurter Trainer, „es geht um Zweikämpfe und Emotionen.“

Die Eintracht glaubt sich dafür gut gerüstet. Der „historische Sieg“ (Hütter) von London habe das Selbstvertrauen nach zuvor drei Niederlagen zurückgebracht. Sein Team habe gegen Arsenal zur Pause in einer „wahnsinnig schwierigen Situation“ gesteckt, blickt der Trainer ein paar Tage zurück. „Wir haben gesehen, dass wir jedem Gegner wehtun können, wenn wir unser Tugenden ins Spiel werfen“, sagt Hütter. Genau diese Einstellung erwarte er nun von seinen Spielern. Personell wird es ein paar Änderungen geben. Für den gesperrten David Abraham wird Almamy Touré nach fünfwöchiger Verletzungspause verteidigen. „Wir hoffen, dass er schnell ins Spiel findet“, sagt der Eintracht-Coach.

Große Unterstützung der Eintracht-Fans in Mainz

Im Mittelfeld könnte Sebastian Rode ins Team rücken, im Angriff Bas Dost. Beide haben nach leichteren Verletzungen und der Pause von London am Sonntag trainiert. Dagegen ist Gelson Fernandes leicht angeschlagen. Zum Duell mit seinem Cousin wird es eher nicht kommen. Gerade im Mittelfeld hat Hütter viele Alternativen, nachdem Dominik Kohr und Mijat Gacinovic in London so gut gespielt haben. Aufbauend ist der Trainer in diesen Tagen bei Angreifer André Silva unterwegs, den in einem „Formtief“ sieht. „Wir werden ihn wieder auffangen und er wird bald wieder Leistung bringen“, sagt der Frankfurter Coach, der über Personal und Taktik den Kollegen solange wie möglich im Ungewissen lassen will. „Mit unserer Variabilität sind wir für den Gegner schwer auszurechnen“, glaubt er.

Die Fans der Eintracht, die so oft so frustriert aus Mainz nach Hause fahren mussten, glauben offenbar an die Wende. Das offizielle Kontingent von 3434 Karten wurde verkauft, aber es werden sicher sehr viel mehr Eintracht-Sympathisanten dabei sein. Insider rechnen mit über 6000.

Von Peppi Schmit

Vor dem Engagement bei Eintracht Frankfurt war Werder Bremen an Trainer Adi Hütter interessiert. Doch es war nicht der richtige Zeitpunkt.

Quelle: op-online.de

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