Für Eintracht kann sich in Aachen Kreis schließen

Frankfurt (sp) - Aachen also, der neue Tivoli: Dort kann Eintracht Frankfurt am Montag den Aufstieg in die Fußball-Bundesliga perfekt machen, falls es nicht schon am Sonntag auf der Couch klappt (wenn Düsseldorf gegen Union Berlin und Paderborn in Karlsruhe nicht gewinnen).

In Aachen würde sich ein Kreis schließen. Dort hatte der Absturz der Eintracht begonnen, mit dem Pokalspiel am 22. Dezember 2010. Nach der 4:6-Niederlage nach Elfmeterschießen war in Frankfurt nichts mehr, wie es vorher war. Aus der selbstbewussten Mannschaft, die sich unter dem damaligen Trainer Michael Skibbe den siebten Platz nach der Vorrunde erkämpft hatte und ins Pokal-Viertelfinale wollte, wurde eine Truppe aus Hasenfüßen, die die schlechteste Rückrunde aller Zeiten hinlegte und, am Ende unter Christoph Daum, sang- und klanglos abstieg. Jetzt geht’s wieder nach Aachen. Ein Sieg und die Eintracht wäre zurück in der Erstklassigkeit.

Ein paar Spieler von damals sind noch dabei. Sebastian Jung hat seinerzeit in der Anfangself gestanden, auch Benny Köhler und Alexander Meier. Der Kapitän Pirmin Schwegler, der diesmal wegen der fünften Gelben Karte fehlt, wurde im Pokalspiel vom Platz gestellt. Er wird am Montag nur auf der Tribüne mitzittern. Der Brasilianer Caio hat vor gut 14 Monaten im Aufgebot gestanden, Ümit Korkmaz ebenfalls.

Jetzt hat die Eintracht schon 65 Punkte

Aachen hat in der jüngeren Geschichte der Eintracht eine große Rolle gespielt. Trainer Friedhelm Funkel hatte dort am 9. August 2004 als Nachfolger von Willi Reimann sein erstes Pflichtspiel mit der Eintracht bestritten. Nur Köhler und Meier sind aus jenem Team übrig, das dann im Sommer 2005 mit 61 Punkten in die Bundesliga aufstieg. Jetzt hat die Eintracht schon 65 Punkte und braucht immer noch den einen oder anderen. Doch der Aufstieg ist nah. Spätestens beim letzten Heimspiel am 29. April gegen 1860 München soll die große Fete gefeiert werden. Die Arena ist bereits ausverkauft, mehr als 50 000 Zuschauer wollen dabei sein.

Freundschaftsspiel gegen eine Auswahl von Viktoria Kelsterbach und dem BSC Kelsterbach

Gestern Abend gewann die Eintracht ein Freundschaftsspiel gegen eine Auswahl von Viktoria Kelsterbach und dem BSC Kelsterbach mit 8:0 (3:0). Co-Trainer Rainer Geyer, der seinen Chef Armin Veh vertrat, hatte sechs Profis und neun Regionalligaspieler aufgeboten, die erstaunlich gut harmonierten.

Eintracht: Kessler (46. Miltner) - Schaaf, Bellaid, Amedick, A. Jung - Streker, di Gregorio (60. Wolfert), Pokar (60. Nazarov), Caio - Friend, Korkmaz (46. Amin)

Tore: 0:1 Korkmaz (10.), 0:2 Friend (28.), 0:3 Caio (39.), 0:4 Amin (48.), 0:5 Friend (64.), 0:6 Wolfert (73.), 0:7 Nazarov (754.), 0:8 Friend (78.)

Quelle: op-online.de

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