Eintracht live in 192 Ländern zu sehen

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Jubeln die Profis der Frankfurter Eintracht auch heute gegen den SC Freiburg? Theofanis Gekas und Halil Altintop (rechts) beim 4:0-Sieg in Mönchengladbach.

Frankfurt (sp/dpa) ‐ Mit dem Freitagspiel der Bundesliga versucht die Deutsche Fußball-Liga (DFL) sich auf dem Weltmarkt hinter der führenden englischen „Premier League“ zu positionieren.

So werden Millionen von TV-Zuschauern in der ganzen Welt heute (ab 20.30 Uhr) die Partie Eintracht Frankfurt gegen den SC Freiburg verfolgen können. Das Spiel ist in 192 Ländern live zu sehen und 32 Sender nehmen das Spiel vom Satelliten ab. Die Reichweite, berechnet auf Basis der technischen Reichweite und den Abonnentenzahlen, liegt bei mehr als 600 Millionen Haushalten. Die Spiele der Bundesliga sind inzwischen in allen 208 Fifa-Ländern per TV zu empfangen. Ein ganz besonderes Spiel also, aber ausgerechnet diesmal wird es zumindest optisch beeinträchtigt sein. Der nach dem Boxkampf ramponierte und in weiten Teilen ausgetauschte Rasen der Frankfurter Arena präsentierte sich gestern zwar als absolut bespielbar, die tagelangen intensive Arbeit von mehr als zwei Dutzend Helfern hat also Früchte getragen. Doch nach wie vor sieht der Platz aus wie ein Flickenteppich, ein optischer Genuss kann die Partie nicht werden.

Eintracht-Trainer Michael Skibbe ist dies egal. „Hauptsache wir können und werden darauf vernünftigen Fußball spielen.“ Der Frankfurter Coach erwartet die Spielfläche „einigermaßen ordentlich“ und geht davon aus, „dass der Ball gut rollen wird“. Dafür sollen in erster Linie seine Spieler mit schnellen und direkten Kombinationen sorgen. Ob Skibbe die Siegermannschaft von Mönchengladbach (4:0) ändern wird oder nicht, ließ er gestern weiter offen. „Wir spielen mit oder ohne Chris“, sagte er lächelnd und beantwortete damit die entscheidende Frage nicht. Der neue Kapitän der Eintracht steht im Kader, könnte spielen, weiß aber selbst noch nicht, ob er spielt. „Ich habe meine Aufstellung im Kopf“, sagt Skibbe und behält sie für sich. Auch den Spielern wird er sie erst heute Mittag nach dem Abschlusstraining auf einem Nebenplatz der Arena bekannt geben.

Ob es eine Änderung in der Anfangself geben wird, bleibt also offen. Dass es eine Änderung im Aufgebot geben wird, ist dagegen klar. Martin Fenin hat gestern Nachmittag einen Trainingsversuch abgebrochen, kann nicht dabei sein. Zwar hatte er den rechten Fuß mit dem entzündeten kleinen Zeh zum ersten Mal in einen Fußballschuh gezwängt, doch die Schmerzen waren einfach zu groß. „Das macht keinen Sinn“, sagte Fenin traurig, der schon letzte Woche in Mönchengladbach nur mit einer schmerzstillenden Spritze auf der Bank Platz genommen hatte. Diesmal will er dieses Risiko nicht eingehen. Trainer Michael Skibbe wird für Fenin einen der beiden Nachwuchsstürmer, also Marcos Alvarez oder Cenk Tosun auf die Bank setzen.

Die Freiburger fahren nach den beiden Dreiern gegen Nürnberg und Stuttgart selbstbewusst, aber auch mit Respekt an den Main. „Das wird eine Hammeraufgabe“, sagte Freiburgs Trainer Robin Dutt.    Sein Team legte mit sechs Punkten aus drei Spielen einen überraschend guten Auftakt hin und könnte sich mit dem zweiten Erfolg in der Fremde erst einmal in der oberen Tabellenhälfte festsetzen. Selbst in der Sensations-Saison 1994/95, die der SCF mit Platz drei und der Qualifikation für den UEFA-Cup abschloss, hatte der Club nach vier Spielen nicht drei Siege auf dem Konto.

Vor allem der Derby-Triumph gegen den VfB Stuttgart am vergangenen Wochenende hat bei den Badenern Euphorie ausgelöst. „So ein Sieg pusht natürlich das Selbstvertrauen“, sagte Dutt

Eintracht Frankfurt:Nikolov - Jung, Franz (Chris), Russ, Tzavellas - Schwegler - Ochs, Meier, Köhler - Altintop, Gekas .- Bank: Fährmann - Chris (Franz), Clark, Caio, Korkmaz, Heller, Tosun (Alvarez)

SC Freiburg: Baumann - Mujdza, Barth, Butscher, Bastians - Schuster - Abdessadki, Makiadi, Nicu (Jäger) - Reisinger, Cissé

Quelle: op-online.de

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