Eintracht macht früh alles klar

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Alexander Meier (links) erzielte beim 3:0 gegen Dresden bereits sein 13. Saisontor für Eintracht Frankfurt.

Frankfurt - Souverän wie selten hat sich die Frankfurter Eintracht am Freitagabend zumindest vorübergehend an die Tabellenspitze der 2. Bundesliga gespielt. Von Peppi Schmitt

Vor 37 100 Zuschauern besiegte das Team von Trainer Armin Veh Dynamo Dresden mit 3:0 (3:0) und hat damit im Aufstiegskampf vorgelegt.

„Jetzt können wir uns beruhigt vom Sofa aus anschauen, was die anderen machen“, sagte Mittelfeldspieler Sebastian Rode. Der Trainer drückt es anders aus. „Wenn man freitags gewinnt, dann hat man ein geiles Wochenende“, sagte Armin Veh, „das war heute ein fast perfektes Spiel meiner Mannschaft.“ Die Eintracht war über die gesamte Spielzeit dominant, hatte gefühlt 80 Prozent Ballbesitz und entschieden die Partie schon in der Anfangsphase mit frühen Toren. „Es war ein tolles Spiel mit einem tollen Ergebnis nach einer reifen Leistung“, freute sich Vorstandschef Heribert Bruchhagen.

Zum Aufstiegs-Endspurt wieder in Bestform

Die Eintracht ist offenbar gerade rechtzeitig zum Aufstiegs-Endspurt wieder in Bestform gekommen. Wie schon in der Hinrunde scheinen den Frankfurtern die sportlichen Auseinandersetzungen mit dem „Fußball-Osten“ zu liegen. Gegen Cottbus, Rostock und nun Dresden wurde die Maximalpunktzahl von neun geholt. Auch in der Hinrunde war die Eintracht gegen diese drei Klubs ohne Niederlage geblieben.

Die Gastgeber hatten nicht nur mit derselben Mannschaft weitergemacht wie vergangene Woche beim 5:1-Erfolg bei Hansa Rostock, sondern auch mit der gleichen Offensivpower. Bereits nach nur einer Viertelstunde stand es 2:0, die Partie war damit früh gelaufen. In der 3. Minute hatte der ganz starke Constant Djakpa (Veh: „Das war seine beste Leistung, weil er neunzig Minuten konzentriert gespielt hat.“) den Ball maßgerecht nach innen geflankt und Alex Meier eingeköpft. Es war bereits der 13. Saisontreffer des Frankfurter Mittelfeldspielers.

Ball lief wie am Schnürchen

Die Dresdner wussten überhaupt nicht, was ihnen geschah. Sie kamen kaum an den Ball, die Eintracht ließ ihn laufen wie am Schnürchen. In der 14. Minute schon das zweite Tor. Über Köhler und Idrissou kam der Ball vors Tor, bevor Erwin Hoffer einschießen konnte, nahm ihm sein Bewacher Sebastian Schuppan die Arbeit ab, ein klassisches Eigentor. Und die Frankfurter ließen nicht nach, machten weiter Druck und begeisterten ihr Publikum. In der 34. Minute schon das 3:0. Rode flankte nach innen, Idrissou stieg nach oben und köpfte ein, Saisontor Nummer neun. Dynamo war danach einfach nur froh, in die Pause zu kommen. Hoffer und Meier hatten weitere Möglichkeiten für die Frankfurter.

Auch nach dem Wechsel änderte sich das Bild nicht. Frankfurt spielte, Dresden stand staunend dabei. Einziger Unterschied: Die Eintracht spielte nicht mehr ganz so energisch. Chancen gab es dennoch genug, den besten Angriff hob sich die Eintracht bis zur 71. Minute auf. Über zwölf Stationen lief der Ball, bis zu Meier, der ihn am 16-Meter-Raum direkt nahm, doch der Dresdner Torwart Kirsten wehrte ab.

„Das Beste, was wir in dieser Saison gemacht haben“

„Wir hatten in der zweiten Hälfte ganz viel Ballbesitz und waren vor allem darauf bedacht, zu null zu spielen“, gab Rode zu. Das war eindrucksvoll gelungen. Aus Sicht von Kapitän Pirmin Schwegler, „war es das Beste, was wir in dieser Saison gemacht haben“.

Weil der Deutsche Fußball-Bund (DFB) gegen Dynamo Dresden eine Gästefan-Verbot für die Partie in Frankfurt verhängt hatte, waren deutlich weniger Zuschauer im Stadion als man unter normalen Umständen hätte erwarten können. Die Eintracht hat aber darauf verzichtet, sich von den Gästen das komplette Gästekontingent von rund 5100 Karten bezahlen zu lassen, obwohl es ihr zugestanden hätte.

„Ich habe mich mit Dresdens Manager Steffen Menze auf einen mittleren Weg geeinigt. Kein Verein sollte Interesse daran haben, aus diesem Sachverhalt ein Geschäft zu machen“, wird Eintracht-Boss Heribert Bruchhagen in der Dresdner „Morgenpost“ zitiert. Rund 1000 Dynamo-Fans hatten es aber dennoch ins Stadion geschafft - sie hatten sich ihre Karten schon vor der Urteilsverkündung und dem folgenden Verkaufsstopp gesichert.

Quelle: op-online.de

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