Trotz vier Siegen keine Selbstüberschätzung

Eintracht offensiv gegen BVB

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Einsatz fraglich: Pirmin Schwegler (Mitte) musste in Nürnberg verletzt raus und danach mit elf Stichen genäht werden.

Frankfurt (sp) - So ist das, wenn der Erfolg überraschend kommt: Der kleine Konferenzraum in einem Hotel unmittelbar neben der Arena war gestern bei der Pressekonferenz der Frankfurter Eintracht vor dem Heimspiel gegen Borussia Dortmund (heute, 20 Uhr) überfüllt.

Alleine acht Kamerateams verfolgten die Ausführungen von Trainer Armin Veh.

Die Eintracht geht mit fünf Punkten Vorsprung auf die Borussia und dennoch als „klarer Außenseiter“ ins Spiel, wie Veh feststellte. Selbst bei der ersten Niederlage in Hamburg nach zuvor 31 erfolgreichen Spielen seien die Dortmunder die bessere Elf gewesen. „Im Normalfall verlieren die nicht zweimal hintereinander“, glaubt Veh, „aber das Schöne ist, dass man im Fußball immer eine Chance hat“.

Dortmund sei mit Bayern München das „non plus ultra“ des deutschen Fußballs, so Veh, „aber wir können auch gut Fußball spielen.“ Er könne bei seinen Spielern nicht den geringsten Anflug von Selbstüberschätzung entdecken. Das gelte besonders für die zuletzt hoch gelobten Sebastian Jung und Sebastian Rode. Ihre Verträge laufen noch bis 2014, sollen aber vorzeitig verlängert werden. „Es macht Sinn für uns, sie länger zu binden“, sagte Veh, „es macht aber auch Sinn für die Spieler, mindestens noch zwei Jahre länger zu bleiben“. Für die Entwicklung sei dies besser als ein zu früher Wechsel.

Bilder vom Spiel gegen Nürnberg

Eintracht Frankfurt gewinnt gegen Nürnberg

Am vergangenen Spieltag war die Eintracht beim Spiel in Nürnberg auf 123,5 Kilometer als Team gekommen, ein Spitzenwert. Die Eintracht kann laufen und sie hat einen Lauf. Auch gegen Dortmund will Veh die offensive Grundordnung beibehalten. „Die Spieler glauben daran“, sagte er. Welche Taktik Veh genau wählt, hängt von den personellen Möglichkeiten ab.

Olivier Occean fällt wegen einer Oberschenkelzerrung aus, hinter dem Einsatz von Pirmin Schwegler steht ein Fragezeichen: Der Kapitän hat nach seiner mit elf Stichen genähten Platzwunde trainiert, doch das Blickfeld war aufgrund der Schwellung eingeengt. Dennoch: Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass Schwegler spielen kann. Ist der Schweizer nicht dabei, würde Martin Lanig ins Team rücken. Occean wird erneut von Jimmy Hoffer vertreten, ins Aufgebot rückt Sonny Kittel.

Voraussichtliche Aufstellungen

Eintracht: Trapp - Jung, Zambrano, Anderson, Oczipka - Schwegler, Rode - Aigner, Meier, Inui - Hoffer - Bank: Nikolov - Celozzi, Demidov, Matmour, Köhler, Lanig, Kittel

Dortmund: Weidenfeller - Piszczek, Subotic, Hummels, Schmelzer - Leitner, Kehl - Blaszczykowski, Reus, Perisic - Lewandowski

Schiedsrichter: Meyer (Burgdorf)

Quelle: op-online.de

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