Eintracht für Pokalderby gerüstet - 2:0

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Sein Autogramm war gestern beim Saisoneröffnungsfest der Eintracht gefragt: Ioannis Amanatidis (rechts) inmitten der Fans.

Kaiserslautern - (sp) Die Frankfurter Eintracht geht gut gerüstet in die neue Saison, die am nächsten Sonntag mit dem Pokalderby bei den Offenbacher Kickers beginnt.

Im letzten ernst zu nehmenden Testspiel siegten die Frankfurter sicher und souverän mit 2:0 (1:0) beim 1.FC Kaiserslautern und unterstrichen dabei, dass sie sich spielerisch wie konditionell auf „einem guten Weg“ befinden, wie Trainer Michael Skibbe lobte. Er sei zufrieden mit der Leistung, sagte der neue Trainer, „obwohl wir am Anfang viele Passfehler begangen haben, hatten wir immer die Kontrolle.“ Was allerdings auch an der ausgeprägten Harmlosigkeit des Zweitligisten lag.

Alexander Meier überwindet Kaiserslauterns Torhüter Kevin Trapp zum 2:0.

Frankfurts Torwart Oka Nikolov musste nicht einen einzigen schwierigen Ball abwehren. Die Abwehr der Eintracht hatte konzentriert und gut gearbeitet. Im Zentrum verteidigten Marco Russ und Aleksandar Vasoski und vertraten die verletzten Maik Franz und Chris zuverlässig. „Vasoski hat sehr abgeklärt gespielt“, sagte Skibbe, „ich bin mit seiner Leistung wieder einmal sehr zufrieden.“ Der 29 Jahre alte Mazedonier ist neben Torhüter Oka Nikolov, der das Rennen um den Stammplatz gegen Markus Pröll gewonnen hat, ein Gewinner der Vorbereitung. Nach langen Verletzungspausen wegen eines Sehnenrisses in der Hüfte und zwei Lungenoperationen hat er den Anschluss wieder geschafft und den Franzosen Habib Bellaid überholt.

Frankfurter waren klar dominant

Die Eintracht hat in Lautern nicht besonders spektakulär gespielt und auch vom angestrebten Offensivfußball mit Pressing war nicht viel zu sehen. Aber die Frankfurter waren klar dominant und hätten deutlich höher gewinnen können. Doch nur Patrick Ochs in der 38. nach tollem Pass von Christoph Spycher und Alexander Meier in der 67. Minute nutzten zwei von vielen Fehlern in der Abwehr der Pfälzer.

Die meisten Plätze im Frankfurter Team dürften nach dieser gelungenen Generalprobe vergeben sein. Neben Nikolov und dem erneut starken Meier sind auch die Außenverteidiger Patrick Ochs und Christoph Spycher gesetzt. An den Zugängen Pirmin Schwegler und Selim Teber führt im Mittelfeld kein Weg vorbei. Auch der fleißige Benjamin Köhler hat unterstrichen, dass er sich seiner Bestform nähert.

Eintracht: Nikolov - Ochs (80. Mahdavikia), Russ (80. Bellaid), Vasoski, Spycher (80. Petkovic)- Schwegler (80. Jung) - Teber, Caio (84. Toski), Köhler (70. Steinhöfer) - Meier (84. Heller), Liberopoulos (46. Amanatidis).

Schiedsrichter: Christ (Kaiserslautern)

Zuschauer: 5 448

Tore: 0:1 Ochs (40.), 0:2 Meier (66.)

Offene Fragen gibt es weiter im Abwehrzentrum, im zentralen Mittelfeld und im Angriff. Kehren Chris und Maik Franz rechtzeitig gesund zurück, könnten sie bereits in Offenbach die Innenverteidigung bilden. Im Angriff konnte Nikos Liberopoulus in der ersten Halbzeit nicht überzeugen und der für ihn eingewechselte Ioannis Amanatidis braucht sicher noch das eine oder andere Spiel, um seinen Rhythmus zu finden. Und da ist ja auch noch Caio. Der Brasilianer war der schwächste im Frankfurter Team. Seine Laufarbeit und seine Zweikampfstärke ließen zu wünschen übrig und seine Pässe landeten häufig im Niemandsland. Skibbe wird den Brasilianer nicht fallen lassen, hält er ihn doch für einen „tollen Fußballer“. Doch ein wenig mehr Engagement dürften es schon sein.

Quelle: op-online.de

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