Eintracht sagt „Saboteuren“ den Kampf an

Frankfurt - (sp) Heribert Bruchhagen, Vorstandsvorsitzender des Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt, hat nach den jüngsten Vorkommnissen beim Punktspiel in Karlsruhe, wo im Eintracht-Fanblock Bengalos und Raketen gezündet wurden, Gespräche mit den Vertretern der Fan-Klubs und mit den Fan-Sprechern angekündigt.

„Dafür ist bei uns im Vorstand eigentlich Klaus Lötzbeier zuständig, aber wegen der politischen Dimension, die diese Geschichte angenommen hat, werde ich mich auch persönlich einschalten“, sagte Bruchhagen und stellte klar: „So geht es jedenfalls nicht weiter.“ Bei der Vorstandssitzung am heutigen Dienstag werde „das Verhalten der Fans der Tagesordnungspunkt Nummer eins“ sein. „Wir müssen genau überlegen, was wir tun können.“

Eine Erklärung für die Vorkommnisse von Karlsruhe hat Bruchhagen bislang nicht. „Das war eine offenbar lange vorbereitete Aktion von Leuten, die mit der Eintracht nichts, aber auch gar nichts zu tun haben. Ich gehe noch weiter in meinem Urteil: Dies sind Saboteure von Eintracht Frankfurt. Und dies müssen die anderen, die Vernünftigen, endlich begreifen.“ Zumal der Vorfall für die Eintracht wohl teuer wird. Bruchhagen weiß zwar noch nicht, wie hoch die Geldstrafe, die auf alle Fälle zu erwarten ist, ausfallen wird. „Aber jeder Euro dafür ist ärgerlich. Das muss auch einmal ein Ende haben. Wir sind nicht mehr bereit, uns von bestimmten Kräften tyrannisieren zu lassen.“

Das erfreulichste in Karlsruhe war der Sieg, der der Eintracht drei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt einbrachte. „Es war ein wichtiger Schritt, aber wir müssen weiter auf der Hut sein“, warnte der 60-Jährige. „Wir müssen auch wegen der anderen Ergebnisse weiter nach unten schauen. Andererseits gehe ich davon aus, dass unsere Mannschaft im Laufe der Rückrunde leistungsstärker auftritt.“

Da Borussia Mönchengladbach allerdings gegen die Wertung des 1:1 gegen 1899 Hoffenheim Einspruch eingelegt hat, weil zwei Hoffenheimer zehn Minuten zu spät zur Dopingkontrolle erschienen waren, könnte es in der unteren Tabellenhälfte bald noch enger werden. Bruchhagen kann die Entscheidung der Gladbacher zwar nicht nachvollziehen („Das ist totaler Blödsinn. Die Hoffenheimer Spieler können doch überhaupt nichts dafür.“), sieht aber auch ein Versäumnis der Hoffenheimer. Deren Trainer Ralf Rangnick solle darüber nachdenken, „ob es wichtiger ist, die Spieler erst in die Kabine zu holen, anstatt sie zur Kontrolle zu schicken“. Um auf Nummer sicher zu gehen, hat Bruchhagen bei der Eintracht eine Sitzung angesetzt, um das Thema zu besprechen: „Die Spieler müssen noch einmal eindringlich darauf hingewiesen werden, was zu tun ist.“

Quelle: op-online.de

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