Eintracht Frankfurt

Eintracht: Sieg gegen Antwerpen könnte 1,1 Million Euro bringen

Beim Hinspiel in Antwerpen gab es Angriffe von Hooligans auf Frankfurter Tribünenbesucher. Diesmal dürfte es nicht so hektisch werden, denn es werden nur wenige Fans aus Belgien erwartet.
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Beim Hinspiel in Antwerpen gab es Angriffe von Hooligans auf Frankfurter Tribünenbesucher. Diesmal dürfte es nicht so hektisch werden, denn es werden nur wenige Fans aus Belgien erwartet.

Trotz Zuspitzung der Corona-Zahlen geht Fußball-Erstligist Eintracht Frankfurt davon aus, dass zum Europacupspiel gegen Royal Antwerpen bis zu 40000 Zuschauer zugelassen werden. Obwohl vermutlich nicht so viele kommen, könnte es ein großer Zahltag werden.

Frankfurt – Die Frankfurter Eintracht geht davon aus, dass sie die beiden Heimspiele in dieser Woche gegen Royal Antwerpen (Donnerstag, 21 Uhr) und Union Berlin (Sonntag, 15.30 Uhr) vor jeweils bis zu 40 000 Zuschauern durchführen darf. Dies hatte das Frankfurter Gesundheitsamt schon vor zwei Wochen genehmigt und daran hat sich bis heute nichts geändert.

Freilich: Die Eintracht rechnet in der aktuellen Corona-Lage nicht damit, dass sie die 40 000 Karten auch an die Kunden bringen wird. Eher wird sich die Zuschauerzahl bei rund 30 000 einpendeln, darauf lässt der Vorverkauf schließen.

Ob es die letzten Spiele in diesem Jahr vor Publikum sind? Vorstandssprecher Axel Hellmann hält das nicht für unmöglich. „Die Sorge vor weiteren Einschränkungen ist groß“, sagte Hellmann, „aber ich kann in der aktuellen Situation sogar verstehen, wenn es zu Einschränkungen kommt.“ Gegen Antwerpen und Union gilt noch die „3Gplus“-Regel, in dessen Rahmen neben den Geimpften und Genesenen auch bis zu 4000 aktuell Getestete in die Arena dürfen.

Bei all den Unwägbarkeiten, die die Pandemie mit sich bringt, erhält das Spiel gegen Antwerpen eine große Bedeutung, wirtschaftlich wie sportlich. Mit einem Sieg könnte die Eintracht das Achtelfinale der Europa-League direkt erreichen und würde sich eine Zwischenrunde im Februar ersparen. Das hätte für Trainer Oliver Glasner den großen Vorteil, dass er etwas Zeit bekäme, die Mannschaft im Training weiterzuentwickeln. Ein weiterer Sieg wäre auch bares Geld wert. Bislang hat die Eintracht bereits knapp sechs Millionen Euro in der EL verdient (3,6 Millionen Euro Startgeld, dreimal 630 000 Euro für die Siege gegen Antwerpen und Piräus und 210 000 Euro für das Remis gegen Fenerbahce). Der Gruppensieg würde weitere 1,1 Millionen Euro in die Kasse spülen. Als Zweiter gibt es immerhin noch 550 000 Euro. Der EL-Sieger kann ab Achtelfinale bis zum Finale zusätzlich noch bis zu 14 Millionen Euro verdienen.

In Antwerpen hatte am 30. September die gute Phase der Frankfurter begonnen, die trotz einiger Rückschläge bislang angehalten hat. In den letzten neun Spielen hat die Eintracht sechsmal gewonnen, einmal Unentschieden gespielt und nur zweimal verloren. Das 1:0 in Antwerpen war der erste Sieg der Saison gewesen. Bis auf Christopher Lenz, der gerade erst ins Mannschaftstraining eingestiegen ist, stehen morgen alle Spieler zur Verfügung.

Von Peppi Schmitt

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