Eintracht soll konzentrierter verteidigen

Frankfurt - Armin Veh gehört zu den erfahrensten Trainern im deutschen Profifußball. Als Spieler und Fußball-Lehrer ist er seit mehr als 30 Jahren dabei. Aber immer noch fallen ihm Entscheidungen menschlich schwer, die er nun wieder treffen muss. Von Peppi Schmitt

Alle 24 Spieler aus dem Aufgebot der Frankfurter Eintracht sind vor dem Auswärtsspiel am Sonntag beim SC Paderborn fit und gesund, nur 18 können dabeisein. „Es ist immer schwer, einem Spieler zu sagen, du musst zu Hause bleiben, obwohl er gut trainiert hast“, sagt Veh. Und doch muss er es heute Nachmittag nach dem Abschlusstraining tun. Es werde „Härtefälle“ geben, sagt Veh, „aber das ist mir lieber als viele Ausfälle. “.

Noch wichtiger und womöglich noch schwerer wird es sein, sich für die richtigen elf Spieler für die Anfangsformation zu entscheiden. Die 6:1-Sieger aus dem Derby gegen den FSV haben einen Bonus, aber mit Pirmin Schwegler und Mohamadou Idrissou sind zwei Stammkräfte aus der Hinrunde wieder so weit, „dass ich keine Bedenken hätte, sie auch einzusetzen.“ Beide könnten von Beginn an spielen, versichert der Trainer, ob sie auch von Beginn an spielen, ließ er offen. Er habe eigentlich keinen Grund, „was Gutes zu verändern“, erklärt der Frankfurter Trainer. Und doch spielt er zumindest mit dem Gedanken, Kapitän Schwegler wieder zurück ins Team zu bringen. Dann müsste womöglich Benjamin Köhler weichen.

Fehlgriffe kann sich der Trainer nicht leisten

Fehlgriffe kann sich der Trainer nicht leisten, Fehler dürfen sich die Spieler nicht erlauben. Veh weist daraufhin, dass sich trotz der jüngsten Erfolgsserie in der Spitzengruppe nicht viel verändert habe. „Immer noch liegt der Erste nur drei Punkte vor dem Fünften“, sagt der Eintracht-Coach, „ich bin überzeugt, dass alle Mannschaften, die vorne dabei sind, auch in der Lage sind, eine Erfolgsserie zu starten.“

Eines aber hat sich doch verändert in den letzten Wochen: In der Pole-Position liegt die Eintracht, nicht mehr Fortuna Düsseldorf oder die Spielvereinigung Greuther Fürth. „Keiner kann sich eine längere Durststrecke leisten“, sagt Veh, „sonst ist man ganz schnell oben weg.“ Damit dies der Eintracht in Paderborn nicht passiert, fordert der Frankfurter Trainer von den Spielern ähnliche „Laufbereitschaft“ wie gegen den FSV, aber ein deutlich besseres Abwehrverhalten. „Der FSV hatte zwei klare Chancen, die dürfen wir Paderborn nicht erlauben“, sagt Veh.

Respekt vor den Ostwestfalen riesengroß

Der Respekt vor den Ostwestfalen ist riesengroß. Paderborn sei zwar überraschend mit in der Spitzengruppe, „aber nicht zufällig“. Die Mannschaft habe mit Nick Proschwitz einen echten Torjäger, ganz offensichtlich einen großen Zusammenhalt im Team und eine ausgeprägte Stärke bei Standardsituationen.

Paderborns Trainer Roger Schmidt bezeichnete die Eintracht als „die mit Abstand am besten besetzte Mannschaft der 2. Liga“. Zuversicht schöpfte er aus der jüngsten Leistung beim 2:2 gegen Dynamo Dresden: „Da haben wir zu unserer alten Stärke zurückgefunden. Auch gegen Eintracht Frankfurt müssen wir als Mannschaft extrem gut funktionieren“.

Dabei fehlt dem SC Paderborn Linksverteidiger Thomas Bertels wegen einer Knochenhautreizung am Schienbein. Die Einsatzfähigkeit von Mannschaftskapitän Markus Krösche (Oberschenkelverletzung) und dem einstigen Frankfurter Rolf-Christel Guié-Mien (Rückenprobleme) ist ungewiss.

Voraussichtliche Aufstellungen:

SC Paderborn: Kruse - Wemmer, Mohr, Strohdiek, Demme - Krösche, Alushi - Meha, Brückner - Brandy, Proschwitz

Eintracht: Nikolov - Jung, Anderson, Schildenfeld, Butscher - Rode, Lehmann - Matmour, Meier, Köhler - Hoffer

Ersatzbank: Kessler - Amedick, Djakpa, Schwegler, Kittel, Friend, Idrissou

Schiedsrichter: Winkmann (Kerken)

Quelle: op-online.de

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