15.000 Fans dabei

Eintracht vor Spiel gegen Inter Mailand: Besonderer Abend auf der ganz großen Bühne

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Eintracht Frankfurt - Inter Mailand

Wenn die Frankfurter Eintracht am Donnerstagabend (21 Uhr) zum Achtelfinal-Rückspiel der Europa-League antritt, ist es das größte Spiel der Hessen seit drei Jahrzehnten, vergleichbar nur mit den beiden Pokalendspielen 2017 und 2018.

Frankfurt - Diesmal überträgt nicht der Spartensender „Nitro“, sondern RTL live, die Eintracht steht also bundesweit im Fokus. Das legendäre „San Siro“ wird die große Bühne für die Frankfurter sein, die nur ein Ziel vor Augen haben: Am Freitag bei der Auslosung des Viertelfinales noch im großen Lostopf zu sein. Das Hinspiel war mit 0:0 zu Ende gegangen, der Eintracht reicht also ein Sieg oder ein Unentschieden mit mindestens einem Tor. „Wir benötigen eine absolute Topleistung und Tore“, sagt Cheftrainer Adi Hütter, „dann steht uns ein besonderer Abend bevor.“

Die Spieler sind zuversichtlich. „Ich glaube fest, dass wir weiterkommen“, sagt Abwehrchef Makoto Hasebe. Bis zu 15.000 Eintracht-Fans werden ihre Mannschaft vor Ort unterstützen. Nationalspieler Kevin Trapp wollte seine Vorfreude in der offiziellen Pressekonferenz gar nicht verhehlen. „Das ist ein absolutes Highlight, darauf können wir stolz sein, wir haben es uns auch verdient“, sagte der Torwart, „das ist wie ein Champions-League-Spiel auf sehr, sehr hohem Niveau.“

Mit einem Charterflug der Lufthansa ist die Mannschaft am Mittwochmittag nach Mailand gereist, hat Quartier in der Hauptstadt der Lombardei bezogen und am Abend das Training im beeindruckenden „Guiseppe Meazza-Stadion“ absolviert. Frei von Sorgen sind die im Jahr 2019 noch ungeschlagenen Frankfurter freilich nicht. Die personelle Situation ist nicht besorgniserregend, aber sie ist auch nicht ideal. Fehlen werden der gesperrte Gelson Fernandes, der verletzte Ante Rebic und vor allem auch Trainer Hütter. Stürmer Rebic hat die Reise nach Mailand gar nicht mitgemacht. Die Behandlung des maladen Knies, eine genaue Diagnose wurde nicht öffentlich gemacht, in Belgrad hat (noch) nicht den gewünschten Erfolg gebracht. David Abraham ist mitgeflogen, hat auch am Training teilgenommen. Eine positive Überraschung am Spieltag ist da nicht ausgeschlossen.

Der Trainer, der nach seinem Tribünenverweis aus dem Hinspiel wegen des Tritts gegen eine Trinkflasche gesperrt ist, wird auf der Tribüne neben Sportvorstand Fredi Bobic sitzen wird. „Das ist kein Problem“, sagt der enttäuschte Hütter tapfer, „ich habe volles Vertrauen in meine Assistenten“. Christian Peintinger und Armin Reutershahn tragen die Verantwortung auf der Bank. Peintinger, engster Vertrauter Hütters, hat am Mittwoch schon bei der Pressekonferenz neben Kevin Trapp Rede und Antwort gestanden. „Es wäre gelogen, wenn ich sagen würde, ich sei nicht aufgeregt“, räumte er ein, „wir werden im Vorfeld alles abklären und auf alle Eventualitäten vorbereitet sein.“

Frankfurt im Europa-League-Hinspiel 0:0 gegen Inter Mailand: Bilder

Über die Herangehensweise herrscht zwischen Chef, Vertreter und Spieler große Einigkeit. „Das 0:0 ist nicht ganz so schlecht“, sagte Peintinger, „unser Ziel wird sein, so lange wie möglich die Null zu halten“. Jeder im Team wisse, dass die Chancen mit einem Tor enorm steigen würden. Anführer Trapp hat nur einen Sieg im Kopf. „Wir sollten auf Sieg spielen, alles andere wäre fatal“, sagte er, „wir haben ein Riesenspiel gegen eine große Mannschaft vor uns, man muss die Chancen nutzen, wenn man sie bekommt.“

Für die Eintracht geht es neben der sportlichen Reputation auch um viel Geld. Mehr als 23 Millionen Euro hat der bislang makellose Weg ins Achtelfinale schon in die Kassen gespült (Startprämie 2,92 Millionen Euro, Siegprämien in der Gruppenphase 3,42 Millionen und der Anteil am TV-Marktpool 6,66 Millionen und rund 9,5,Millionen Einnahme der fünf ausverkauften Heimspiele). Schaffen es die Frankfurter bis ins Finale können sie weitere 18 Millionen Euro auf ihr Konto scheffeln (Quelle Sport-Bild).

Von Peppi Schmitt

Eintracht: Trapp – Hinteregger, Hasebe, Ndicka – Da Costa, De Guzman, Rode, Kostic – Gacinovic – Haller, Jovic.

Bank: Rönnow, Russ, Abraham, Falette, Willems, Stendera, Paciencia.

Quelle: op-online.de

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