Eintracht im Stadtderby klar überlegen

4:0 gegen FSV, der sich dank mehr als 50 000 Zuschauern mit der Rekordeinnahme von 1,2 Millionen Euro brutto trösten kann.
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4:0 gegen FSV, der sich dank mehr als 50 000 Zuschauern mit der Rekordeinnahme von 1,2 Millionen Euro brutto trösten kann.

Frankfurt - Klare Verhältnisse beim ersten Frankfurter Derby nach fast 50 Jahren: Genau wie am 27. Februar 1962 gewann auch diesmal die Eintracht mit 4:0 (3:0) gegen den FSV. Von Peppi Schmitt

Die Eintracht feierte damit den dritten „Auswärtssieg“ im dritten Auswärtsspiel und rückte vorübergehend auf den dritten Tabellenplatz vor. Die Bornheimer können sich über die ebenso verdiente wie bittere Niederlage mit einer Rekordeinnahme von 1,2 Millionen Euro brutto trösten. Mehr als 50 000 Zuschauern waren in die Arena im Stadtwald gekommen und hatten eine über weite Strecken hochüberlegene Eintracht gesehen, die schon bis zur Pause die Entscheidung herbeiführen konnte. „Das ist ein erfreuliches Ergebnis, das uns allen guttut“, sagte Eintrachts Vorstandsvorsitzender Heribert Bruchhagen. Trainer Armin Veh war mit der ersten Halbzeit „sehr zufrieden“, sah seine Mannschaft aber nach der Pause „viel zu leichtsinnig“. Für FSV-Trainer Hans-Jürgen Boysen war es eine eindeutige Angelegenheit. „Die Eintracht hat klar und verdient gewonnen“, sagte er.

Nur in den ersten zehn Minuten konnten die „Gastgeber“ des FSV mithalten, dann setzte sich nach und nach die spielerische Überlegenheit der Eintracht durch. In der 17. Minute ging die Eintracht in Führung, nachdem Torwart Patric Klandt den Ball nach einer abgefälschten Flanke von Constant Djakpa nur abklatschte und Sebastian Rode „abstaubte“. Im Gegenzug hatte der FSV die Ausgleichschance, doch der ganz schwache Babacar Gueye schoss knapp vorbei. „Das war die erste Schlüsselszene des Spiels“, klagte FSV- Coach Boysen. Die Eintracht beherrschte nun Spiel und Gegner, profitierte dann von einer Unachtsamkeit der gesamten FSV-Deckung.

Klandt schnappte sich im Strafraum den Ball, sprang zuvor aber Gekas von hinten in die Beine. Für Boysen die zweite „Schlüsselszene“, die Schiedsrichter Drees korrekterweise mit einem Strafstoß ahndete, den Gekas in der 31. Minute zum 2:0 verwandelte. Boysen allerdings sah diesen Pfiff als „ungerechtfertigt“ an. „So etwas ärgert mich maßlos“, sagte er.

„Wir hätten den Sack viel früher zumachen müssen“

Mit dem 2:0 war die Entscheidung im Prinzip schon gefallen. Dem FSV rutschte danach das Herz in die Hose, die Eintracht kombinierte bis zur Pause richtig gut und erhöhte sogar noch auf 3:0. Nach einer feinen Kombination über Ümit Korkmaz und Pirmin Schwegler traf Köhler fünf Minuten vor der Halbzeit aus 18 Metern flach ins Eck. Da hatte der FSV-Trainer längst ausgewechselt, damit aber nichts bewirkt. Mit N’Diaye für Sven Müller und zur zweiten Halbzeit Benyamina für Gaus versuchten die Schwarz-Blauen, mehr Druck zu entwickeln. Was aber fast nach hinten losgegangen wäre. Denn Köhler hatte in der 52. Minute die Riesenchance zum 4:0, vergab aber. N’Diaye hatte in der 68. Minute eine einzige Gelegenheit für den FSV, um den Ehrentreffer zu erzielen, die Eintracht aber hatte nun Konterchance um Konterchance. „Es war ärgerlich, wie wir die vergeben haben“, schimpfte Veh, „wir hätten den Sack viel früher zumachen müssen.“ So dauerte es bis zur 89. Minute, ehe Köhler nach Vorarbeit des eingewechselten Erwin Hoffer das 0:4 erzielte.

Am Ende wurden die Eintracht-Spieler von ihrem Anhang frenetisch bejubelt, verständlich, war es doch erst der zweite Sieg im eigenen Stadion im gesamten Jahr. „Das war ein Heimsieg, zumindest vom Gefühl“, sagte Pirmin Schwegler. Aus Sicht des Eintracht-Kapitäns war die Partie bereits zur Pause entschieden. „Wir wollten auch nach dem Wechsel hohes Tempo gehen, doch das ging bei den Temperaturen dann einfach nicht mehr“, erklärte Schwegler.

Quelle: op-online.de

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