Eintracht stürmt zurück in 1. Liga

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Frankfurter Jubel auf dem Aachener Tivoli: Die Eintracht-Spieler bejubeln nach dem 3:0-Erfolg bei der Alemannia den direkten Wiederaufstieg in die Fußball-Bundesliga.

Aachen (sp) - Eintracht Frankfurt ist zurück in der Fußball-Bundesliga: Mit einem 3:0 (1:0) bei Alemannia Aachen machte das Team den vierten Aufstieg nach 1998, 2003 und 2005 perfekt und reparierte den „Betriebsunfall“ des vergangenen Jahres im schnellstmöglichen Tempo.

„Die Erleichterung ist groß“, gestand Vorstandschef Heribert Bruchhagen und lobte die Mannschaft für eine „tolle Leistung“. Und Mittelfeldspieler Matthias Lehmann ergänzte: „Wir wussten, dass wir die nötige Qualität haben. Am Anfang der Saison haben wir ein bisschen gebraucht, sind dann aber marschiert. Jetzt wollen wir auch Erster bleiben.“

Vor 27 000 Zuschauern genügte der Eintracht eine konzentrierte Leistung in der Defensive und ein überragender Stürmer, um drei Spieltage vor Schluss das gesteckte Saisonziel zu erreichen. Gefeierter Held war Mo Idrissou, der mit seinen Treffern 13 und 14 für das Happy End sorgte. In die letzten zwei Saisonspiele geht die Eintracht nun mit uneinholbaren sieben Punkten Vorsprung auf Fortuna Düsseldorf. Punktgleich, aber mit dem besseren Torverhältnis gegenüber Fürth kann sie sogar noch Meister werden.

Bilder zum Spiel und der Aufstiegs-Feier in Aachen

Eintracht feiert Aufstieg in Aachen

Trainer Armin Veh hatte wieder mal eine überraschende Änderung vorgenommen. Nicht Erwin Hoffer rückte für Karim Matmour in die Anfangself, sondern Benjamin Köhler. Die gesperrten Constant Djakpa und Pirmin Schwegler wurden erwartungsgemäß durch Heiko Butscher und Matthias Lehmann ersetzt. Doch die Eintracht kam nicht ins Spiel. Sonny Kittel leistet sich einige Fehler, alleine Bamba Anderson stand in der Abwehr wie ein Fels. Und vorne ackerte Idrissou. Viele andere aber hatten nicht diese Einstellung und diesen Willen. Und dann fielen auch noch einige Fans unangenehm auf. Erst die Frankfurter, die Münzen auf den Platz warfen, dann zogen die Aachener nach.

Dass die Eintracht kurz vor der Pause noch in Führung ging, war dann eher Zufall. Nach einer Ecke von Köhler sprang Idrissou mit Torwart Watermann hoch, der Ball fiel zu Boden und der Frankfurter reagierte am schnellsten. Doch aus der Freude wurde schnell die Angst vor einem Spielabbruch. Ein paar „Verrückte“ im Frankfurter Fan-Block schienen nur darauf gewartet zu haben, zündeten nach dem Tor bengalische Feuer. Zum Glück war die Zeit abgelaufen und Schiedsrichter Weiner pfiff zur Pause. Dass dann noch ein Leuchtkörper auf das Spielfeld flog, war nach dem positiven der negative Höhepunkt der ersten Hälfte.

Sowohl die Eintracht-Spieler als auch Sportdirektor Bruno Hübner liefen vor die eigene Kurve und versuchten die Fans zu beruhigen.

„Jetzt haben wir es geschafft, einfach geil“

Die zweite Hälfte begann wie die erste, mit einem Tor für die Eintracht. Köhler lupfte den Ball zu Idrissou. Und der machte in der 48. Minute sein ganz persönliches Meisterstück. Im Sprint nahm er den Ball mit dem Kopf an und donnerte ihn volley zum 2:0 ins Eck. Für die endgültige Entscheidung sorgte dann ein Aachener. Nach einem Konter brachte Butscher den Ball nach innen, Olajengbesi wollte retten, lenkte den Ball aber ins eigene Tor (72.). Das war der Sieg und der Aufstieg. Danach feierten die Fans, die teilweise den Platz stürmten, minutenlang Trainer Veh, um den die Eintracht in den kommenden Tagen in Vertragsverhandlungen kämpfen wird.

„Ich bin überglücklich. Wir hatten von Anfang an Druck. Jetzt haben wir es geschafft, einfach geil“, jubelte der Coach. Und Mittelfeldspieler Alexander Meier sagte: „Wir können stolz auf uns sein. Das ist in gewisser Weise natürlich auch eine Wiedergutmachung, nachdem wir vergangene Saison abgestiegen sind. Wir mussten hart arbeiten und haben uns nun belohnt.“ Bruchhagen kündigte unterdessen für das letzte Heimspiel der Saison am kommenden Sonntag gegen den TSV 1860 München eine „ganz große Feier in der Arena“ an.

Quelle: op-online.de

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