Skibbe ist in Südamerika noch nicht fündig geworden

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Michael Skibbe (43) treibt nach seiner Rückkehr aus Südamerika die Personalplanungen in Frankfurt voran.

Frankfurt - Drei Tage hat Michael Skibbe übers Wochenende in Südamerika verbracht. Der neue Trainer der Frankfurter Eintracht war auf der Suche nach einem Mittelfeldspieler.  Von Peppi Schmitt

Michael Skibbe hat seine gute Vernetzung, die er einst in Leverkusen und Dortmund oder beim DFB nach Südamerika hergestellt hat, genutzt, um Kontakte zu interessanten Spielern zu knüpfen.

Den einen oder anderen Kandidaten „habe ich ins Auge gefasst“, sagt er, eine konkrete Verpflichtung aber sei noch „weit entfernt“. Seit Montag ist Michael Skibbe wieder in Frankfurt und forciert vor Ort die Personalplanungen.

Wenn möglich soll bis zum Trainingsauftakt am 29. Juni zumindest einer der drei eingeplanten Neuzugänge schon dabeisein. Aus wirtschaftlichen Gründen wäre es der Eintracht am liebsten, sie könnte den auf 27 Spieler aufgeblähten Kader auch bald reduzieren. Zwar gibt es keine offizielle „Streichliste“, doch Skibbes Hinweis, „Spieler, die in den letzten Jahren weit hinten dran waren, haben es besonders schwer“, grenzt die Zahl der betroffenen Spieler ein. Mehdi Mahdavikia wird dazugehören, auch Alexander Krük und Marcel Heller, der an Duisburg ausgeliehen war. Gibt es für einen dieser Spieler ein Angebot, würde die Eintracht nicht Nein sagen.

Am Ende der Vorbereitungszeit kommt die Ehrlichkeit

Eine ganz besondere Konstellation gibt es bei den Torhütern. Mit Ralf Fährmann, Markus Pröll, Oka Nikolov und Jan Zimmermann stehen gleich vier unter Vertrag, aus Skibbes Sicht „einer zuviel“. Dass Markus Pröll, in den letzten Jahren meist als Nummer eins gestartet, auf der „Abschussliste“ ganz oben stehen könnte, dementiert der neue Trainer. „Es wird einen echten Konkurrenzkampf geben“, versichert Skibbe, „jeder bekommt seine Chance, die er nutzen kann.“ Am Ende der Vorbereitungszeit werde er alle Spielern, auch den Torhütern, dann seine „ehrliche und offene Einschätzung“ mitteilen.

Im Fall des Brasilianers Caio hat der neue Frankfurter Fußball-Lehrer einen ungewöhnlichen Weg beschritten. Als sein ehemaliger Spieler aus Dortmund, Dede, ihn angerufen hatte, um zum neuen Job zu gratulieren, hat Skibbe den Landsmann von Caio kurzerhand eingespannt. „Dede hat Caio inzwischen angerufen und ihm gesagt, was ihn erwartet“, sagt Skibbe. Skibbe aber weiß noch nicht, was ihn bei Caio erwartet. „Ich bin sehr gespannt“, sagt der Eintracht-Coach.

Eine Woche früher als die meisten anderen Spieler muss ein halbes Dutzend Profis antreten, die zuletzt verletzt waren. Die Laufgruppe mit Christoph Preuß, Aleksandar Vasoski, Zlatan Bajramovic, Benjamin Köhler, Jan Zimmermann und Juvhel Tsoumou wird mit Reha-Trainer Michael Fabacher und unter Kontrolle des neuen Cheftrainers die Arbeit am Montag aufnehmen.

Quelle: op-online.de

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