Eintracht will Fans in Verantwortung nehmen

Frankfurt - Eintracht Frankfurt sucht nach neuen Lösungsansätzen im Kampf gegen die zunehmende Gewaltbereitschaft seiner Anhänger. Strafen werden künftig von einem gewissen Spendenbetrag an die DKMS abgezogen

„Wir wollen versuchen, unsere Fans mit in die Verantwortung zu nehmen. Daher planen wir, 50.000 Euro an die Deutsche Knochenmarkspenderdatei DKMS zu stiften und von diesem Betrag bis zum Saisonende jedes vom DFB ausgesprochene Bußgeld abzuziehen“, sagte der für die Fan-Arbeit zuständige Vorstand Klaus Lötzbeier bei einem Pressetermin in Frankfurt.

Durch die Maßnahme hofft der Verein, der in der laufenden Spielzeit bislang 57.000 Euro Strafe zahlen musste, positiv Einfluss auf seine Fan-Szene zu nehmen. „Unser Image ist nachhaltig negativ verrutscht, daher ist es unser Ziel, das Bild wieder zurechtzurücken. Niemand hier ist froh über den Titel vom deutschen Randalemeister“, sagte der Vorstandsvorsitzende Heribert Bruchhagen.

Nach wiederholten unsportlichen Vorfällen und Ausschreitungen waren die Eintracht-Fans in der vergangenen Woche vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes vom nächsten Auswärtsspiel bei Union Berlin ausgeschlossen worden.

dpa

Quelle: op-online.de

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