Zambrano fehlt im Training - Ramos zu teuer

Eintracht will jetzt auch die TSG ärgern

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Frankfurt (sp/dpa) - Bei Takashi Inui hat Armin Veh besonders genau hingeschaut. Der kleine Japaner barg aus Sicht des Trainers der Frankfurter Eintracht das wohl größte Risiko in der offensiven Spielweise des Aufsteigers.

Doch Inui hat seine Feuertaufe in der Bundesliga beim 2:1 gegen Bayer Leverkusen bestanden, genau wie die ganze Mannschaft. „Es war nötig, dass er sich in der Defensivarbeit steigert“, sagte Veh, „das hat er getan“. Mit Hilfe eines Dolmetschers hatte der Trainer dem Neuen im letzten Trainingslager klargemacht, was er von ihm erwartet. Inui habe „schnell gelernt“ und die Spielweise verinnerlicht. „Er denkt jetzt auch defensiv“, sagt Veh.

Die Mischung aus Kreativität nach vorne und Disziplin nach hinten bildet die Grundlage der neuen Eintracht-Spielweise. „Ich weiß, dass wir den offensiven Fußball mit vielen kurzen Pässen spielen können“, sagt Veh, „so wollen wir zum Klassenerhalt kommen.“ Sicher werde die Mannschaft „auch mal einen auf die Mütze“ kriegen, glaubt der 51 Jahre alte Fußball-Lehrer, „aber wir sind in der Lage viele zu ärgern.“ Gegen Leverkusen ist das schon gelungen, die zweite Gelegenheit den Spielverderber zu geben, bietet sich am Samstag im Auswärtsspiel bei der TSG 1899 Hoffenheim (15.30 Uhr). Bei aller Prinzipientreue will Veh sich nicht auf ein Spielsystem und auf eine taktische Einstellung festlegen lassen, die Eintracht soll unberechenbar bleiben.

Neuzugang Carlos Zambrano fehlt

Im Training fehlte am Dienstag Neuzugang Carlos Zambrano. Der Innenverteidiger leidet nach „kicker“-Angaben unter einer Muskelverhärtung im Oberschenkel. Veh gehe aber davon aus, dass Zambrano am Samstag spielen kann.

In Bezug auf den 19 Jahre alten Sonny Kittel, der beim Auftakt nicht im Kader gestanden hatte (wir berichteten), mahnte Veh zu Geduld: „Es gibt auch mal Umwege, die man gehen muss.“ Im Moment kann der Weg des Juniorennationalspielers nur über die Bank führen. Und über bessere Trainingsleistungen. „Er muss auch mit Rückschlägen klarkommen“, sagte Veh.

Rob Friend bleibt wohl Eintracht-Stürmer

Der Trainer legt großen Wert auf Gerechtigkeit. Auch bei Rob Friend. Seit einiger Zeit weiß der kanadische Stürmer, dass er in den sportlichen Planungen kaum noch eine Rolle spielt. Das offen erklärte Ziel der Eintracht war und ist, Friend noch in dieser Transferperiode, die am Freitagnacht endet, zu verkaufen. „Derzeit sieht es aber nicht danach aus, dass noch etwas klappt“, sagte Sportdirektor Bruno Hübner. Zuletzt habe es ein Angebot von einem japanischen Club gegeben. Das sei aber wieder zurückgezogen worden. „Wenn er bleibt, dann trainiert er weiter bei uns mit“, sagt Veh, „er hat hier Vertrag und hat sich nie etwas zuschulden kommen lassen.“ Friend habe es „nicht verdient“, auf einen Nebenplatz oder zur U23 abgeschoben zu werden.

Unterdessen erteilte Hübner auch den Transferspekulationen um Hertha-Angreifer Adrian Ramos eine Abfuhr. „Das Gesamtpaket“ für den Kolumbianer sei für die Eintracht „viel zu teuer“, sagte Hübner.

Quelle: op-online.de

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