Ein einziger Punkt fehlt noch

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Frankfurt (sp) - Die Frankfurter Eintracht hat die beste Zweitligasaison ihrer Geschichte gespielt. Mit einem weiteren Erfolg heute Abend (20.15 Uhr) bei Alemannia Aachen soll die Spielzeit gekrönt und der vierte Aufstieg in die Bundesliga perfekt gemacht werden.

Dazu reicht nach den Ergebnissen der Konkurrenz ein einziger Punkt, haben die Frankfurter doch fünf Zähler mehr als Fortuna Düsseldorf auf dem Konto und eine um 14 Tore bessere Tordifferenz.

65 Punkte haben sich die Frankfurter erspielt, 1998 unter Trainer Horst Ehrmantraut hatten 64 Punkte zum ersten Platz gereicht, 2003 unter Willi Reimann 62 und 2005 unter Friedhelm Funkel 63 jeweils zum dritten Rang, der damals zum direkten Aufstieg berechtigte. Alleine diese Zahlen zeigen, welch gute Saison die Frankfurter unter Trainer Armin Veh spielen. Die Skepsis und die Vorbehalte sind erst in den letzten Wochen gewichen. Zuletzt beim 4:0 gegen Aue war sogar Euphorie aufgekommen. Auch heute werden zwischen 3000 und 4000 Fans die Eintracht nach Aachen begleiten.

Situation rund um die Arena kurios

Die Situation rund um die Arena war gestern durchaus kurios. Um 12 Uhr hatte die Eintracht die offizielle Pressekonferenz angesetzt, auf der der Trainer sich so nichtssagend wie möglich gab, „weil wir noch nichts erreicht haben“. Um 13.30 Uhr haben die Spiele der Konkurrenz begonnen, um 14 Uhr sind die Frankfurter zum Abschlusstraining auf den Platz gegangen. Um 15 Uhr war dieses beendet, da haben Düsseldorf und Paderborn noch gespielt. Kurz vor der Abfahrt mit dem Bus nach Aachen stand fest, dass noch ein Pünktchen aus den letzten drei Spielen fehlt.

Trainer Veh hatte schon im Vorfeld deutlich gemacht, dass die Eintracht eine große Verantwortung trägt für die anderen neben Aachen im Abstiegskampf stehenden Klubs und für die eigenen Fans. „Nach uns die Sintflut, das wird es bei mir und bei meinen Spielern nicht geben“, sagt der Eintracht-Coach und will deshalb auf jeden Fall auf Sieg spielen lassen. Zumal die Eintracht mit einem Dreier am Tivoli nicht nur dem Nachbarn FSV ein wenig helfen könnte, sondern auch mit Spitzenreiter Greuther Fürth gleichziehen würde. Dann würde es an den letzten beiden Spieltagen ein spannendes Duell um die Zweitligameisterschaft geben, die ja von der Deutschen Fußball-Liga mit einer Meisterschale belohnt wird.

Die personellen Voraussetzungen für die Frankfurter sind heute so klar wie die Ausgangsposition. Für den gesperrten Constant Djakpa spielt erneut Heiko Butscher auf der linken Seite der Viererkette, für den ebenfalls gesperrten Pirmin Schwegler darf Matthias Lehmann im Mittelfeld ran.

Die voraussichtlichen Aufstellungen

Aachen: Waterman - Falkenberg, Olajengbesi, Feisthammel, Achenbach - Demai, Streit - Odonkor, Hadouir, Marquet - Stiepermann

Eintracht: Nikolov - Jung, Anderson, Schildenfeld, Butscher - Rode, Lehmann - Matmour, Meier, Köhler - Idrissou

Bank: Kessler - Amedick, Caio, Korkmaz, Kittel, Hoffer, Friend

Quelle: op-online.de

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