Entspanntes Derby ohne Geheimnisse

P. Schwegler Eintracht Frankfurt
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P. Schwegler.

Frankfurt (sp) - So entspannt geht es wohl bei keinem anderen Derby im Profibereich zu.

FSV Frankfurt und Eintracht Frankfurt, die am Sonntag (13.30 Uhr) zum ersten Mal seit 49 Jahren in einem Punktspiel aufeinandertreffen, haben im Vorfeld alles getan, um jede Brisanz aus dem Spiel zu nehmen, ein Derby „light“ sozusagen. „Ich kenne nur einen, der so richtiges Derbyfieber verspürt“, sagt Eintrachts Sportdirektor Bruno Hübner, „und das ist Bernd Reisig, der spricht von nichts anderem mehr. “ Ex-FSV-Manager Reisig war auch der einzige, der verbal ein bisschen „zündelte“ und Heribert Bruchhagen „Überheblichkeit“ vorgeworfen hat. Eintrachts Vorstandschef hat darauf nicht reagiert. Wie überhaupt keiner bei der Eintracht unter der Woche eine große Lippe riskieren wollte. Der Druck auf die Mannschaft sei wegen der Favoritenrolle auch so schon „riesengroß“, gibt Trainer Armin Veh zu.

Persönlich hat Veh ganz unterschiedliche Erfahrungen mit Derbys gesammelt. Mit einem gemeinsamen Nenner allerdings: der Außenseiter hat immer gewonnen. Mit der Spielvereinigung Greuther Fürth war der aktuelle Eintracht-Coach einst zweifacher Sieger in einer Saison gegen den 1.FC Nürnberg. „Da haben wir auch im Nürnberger Stadion gespielt,“ erinnert Veh, „ich war da quasi der Boysen.“

Mit dem aktuellen FSV-Coach verbindet Veh eine Freundschaft, Boysen hat sogar unter Veh beim VfB Stuttgart mal hospitiert. Schlechte Erinnerungen hat Veh an sein letztes Derby. Mit dem HSV hat er im Februar gegen St. Pauli 0:1 verloren. „St. Paulis Spieler waren hinterher Helden, haben danach elf Spiele verloren und sind abgestiegen“, sagt er, „dann lieber an einem Tag kein Held sein.“

Sportlich gibt es keine Geheimnisse. Boysen hat den Nachbarn am Montag beim 1:1 gegen Fortuna Düsseldorf beobachtet, die Eintracht hat in Person von „Spion“ Ralf Weber den FSV schon zweimal gesehen. Auch das Training des Gegners in der Arena haben wir „selbstverständlich angeschaut“, sagt Veh. Ob der FSV-Trainer nun Stürmer Karim Benyamina von Beginn an einsetzen wird, ist die einzig offene Frage.

Bei der Eintracht deutet alles daraufhin, dass Benjamin Köhler für den gesperrten Alex Meier im Mittelfeld spielen und zudem Kapitän Pirmin Schwegler nach überstandener Verletzung zurückkehren wird.

Quelle: op-online.de

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