Offensiv-Fussball der Eintracht

Das Wort „Abstiegskampf“ schwindet

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Frankfurt - Für die Eintracht Frankfurt geht es langsam bergauf - vom Abstiegskampf ist kaum noch die Rede. Selbst die Gegner staunen über den bedingungslosen Offensiv-Fußball des Aufsteigers vom Main.

„Einfach ein geiles Spiel", jubelte Eintracht Trainer Armin Veh nach dem 3:3 gegen den BVB. Mit viel Kampfgeist fing sein Team den deutschen Meister nach einem Rückstand wieder ein. Und langsam fangen sie in Frankfurt an, nicht mehr vom Abstiegskampf zu reden.

Bei der Frankfurter Eintracht wissen sie im Moment selbst nicht so recht, wie ihnen geschieht. Ungeschlagen auf dem zweiten Tabellenplatz, dem Meister aus Dortmund ein Remis abgetrotzt und selbst die Gegner staunen über den bedingungslosen Offensiv-Fußball des Aufsteigers vom Main.

Bilder zum Spiel SGE gegen BVB

Eintracht trotzt Dortmund einen Punkt ab

„Ich weiß jetzt gar nicht genau, ob Armin Glückwünsche annimmt für ein Unentschieden", fragte BVB-Trainer Jürgen Klopp nach dem furiosen 3:3 etwas zerknirscht in Richtung seines Frankfurter Kollegen Armin Veh. Und die Frage war gar nicht so unberechtigt, denn das Wort Abstiegskampf verschwindet so langsam aus dem Vokabular der Frankfurter. Eintracht-Kapitän Pirmin Schwegler stellte klar: "Heute war vieles drin. Wir wollten uns einfach mit der Top-Mannschaft messen, und ich glaube, am Ende war der Punkt nicht mal gestohlen."

David gegen Goliath

Vor allem in der zweiten Hälfte war es nicht das erwartete Spiel David gegen Goliath. Zwar hatten die Gäste aus Dortmund die Eintracht am Dienstag in der ersten Hälfte klar dominiert und sahen durch Treffer von Lukasz Piszczek (24.) und Marco Reus (28.) zur Pause schon wie die sicheren Sieger aus. Doch Frankfurt rappelte sich wieder auf, glich innerhalb von zwei Minuten durch den linken Hammer von Stefan Aigner (49.) und einen Kopfballtreffer des 1,69 Meter großen Takashi Inui (51.) aus.

„Das war das erste Kopfballtor in meiner Profikarriere", freute sich der Japaner nach dem Spiel. Die Mannschaft habe sehr gut gespielt, aber er selbst habe sehr viele Fehler gemacht, erklärte der 24-Jährige beinahe reumütig. Wie die meisten Beobachter sah sein Trainer das Spiel des Asiaten bei weitem nicht so kritisch, wie Inui selbst. “Er hat eine erstklassige Leistung zeigt. Was der arbeitet, was der läuft, was der Gas gibt. Für uns ist er ein ganz wertvoller Spieler."

Unsichere Frankfurter Defensive

Dickere Schnitzer leistete sich eher die unsichere Frankfurter Defensive. Auf der linken Abwehrseite wirkte Bastian Oczipka vor allem in der ersten Halbzeit mit den wendigen Dortmunder Angreifern überfordert. Durch einen fatalen Aussetzer im eigenen Strafraum ermöglichte zudem Innenverteidiger Bamba Anderson dem torgefährlichen Mario Götze (54.) den erneuten Führungstreffer.

Dass der Ausgleich zum Endstand in der 73. Minute dann ausgerechnet ein Kopfballtor von Anderson nach Flanke von Oczipka war, steht sinnbildlich dafür, dass die Eintracht in dieser verrückten Begegnung niemals den Kopf in den Sand steckte. "Dann kommst du zurück und kriegst wieder einen Schlag, liegst 3:2 hinten und kommst wieder zurück", schwärmte Veh: "Es war einfach ein geiles Spiel."

Höhenflug gegen den SC Freiburg fortsetzen?

Am Sonntag (15.30 Uhr) kann die Eintracht ihren Höhenflug gegen den SC Freiburg fortsetzen. Als Tabellenzweiter gehen sie als klarer Favorit in die Partie gegen die Breisgauer - gegen den Abstieg spielen im Moment andere. "Wir wollen unsere Spiele gewinnen, damit wir so schnell wie möglich unsere Punkte holen. Wenn mehr geht, werden wir auch mehr machen", versprach Veh.

dpa

Quelle: op-online.de

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