Gegen Leverkusen mutig nach vorne

Frankfurt fiebert dem Auftakt entgegen

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In der Eintracht-Innenverteidigung gesetzt: Carlos Zambrano.

Frankfurt - 475 Tage haben die Anhänger der Frankfurter Eintracht auf ein Heimspiel in der Bundesliga warten müssen. Heute ist es so weit. Um 18.30 Uhr empfangen die Adlerträger zum Saisonauftakt Bayer 04 Leverkusen.

Das letzte Bundesligaspiel im eigenen Stadion hatte die Eintracht am 7. Mai 2011 bestritten, damals mit 0:2 gegen Köln verloren. Danach war der Abstieg quasi besiegelt. Den zu vermeiden ist das große Ziel für die kommende Spielzeit, wie Vorstandsvorsitzender Heribert Bruchhagen noch einmal deutlich machte. Doch auch er fiebert dem Auftakt entgegen: „Die Eliteklasse darf sich auf uns freuen“, sagte Bruchhagen.

Die Vorfreude wird nicht einmal mehr durch den „Parkplatzstreit“ vermiest. Nachdem sich Bruchhagen am Donnerstag deutlich zu Wort gemeldet und die Schließung des Parkplatzes an der „Isenburger Schneise“ durch die Stadt heftig kritisierte (wir berichteten), hat die Stadt prompt reagiert. Oberbürgermeister Peter Feldmann hat verfügt, dass der Parkplatz wieder geöffnet wird. Schon am Donnerstag hatte sich Feldmann kritisch zum Wegfall der 1700 Parkplätze geäußert und dies als „Schnapsidee“ bezeichnet. „Wir freuen uns über diese Entscheidung“, sagte Bruchhagen.

Urteil durch das Bundesgericht

Organisatorisch scheint nun also vieles auf den Weg gebracht. Auch der in einem Urteil durch das Bundesgericht des Deutschen Fußball-Bundes festgelegte Teilausschluss ist umgesetzt worden. 27.800 Zuschauer werden heute Abend in die Arena kommen, fast 3000 weniger als im Urteil vorgesehen. Die Eintracht hat alle ihr erlaubten 26 500 Tickets an ihre Dauerkartenbesitzer vergeben. Bayer aber hat anstatt 5000 möglichen nur 1300 Karten verkauft.

Damit es friedlich bleibt in den Stadien, werden bei allen Bundesligaspielen an diesem Wochenende die Kapitäne der Heimmannschaften einen Appell an die Fans verlesen, der sich gegen Gewalt, Rassismus und Pyrotechnik richtet. Eintracht-Spielführer Pirmin Schwegler steht voll hinter dieser Maßnahme durch die Deutsche Fußball-Liga. „Die Stimmung im Stadion braucht keine Pyrotechnik“, sagt der Schweizer. Dass die Arena nur etwas mehr als zur Hälfte gefüllt ist, sei zwar schade, dennoch glaubt Veh: „Wir werden trotzdem eine gute Stimmung haben. Bei uns können 26.500 Fans lauter sein als 60.000 in München.“

Aus dem Vollen schöpfen

Veh kann gegen Leverkusen aus dem Vollen schöpfen, hat mit Ausnahme von Martin Amedick keinen Ausfall zu beklagen. Geheimnisse um die Aufstellung gibt es keine - mit einer kleinen Ausnahme. Auch am Freitag ließ der Eintracht-Trainer noch offen, wer neben Carlos Zambrano in der Innenverteidigung spielen wird. Alle anderen Positionen sind vergeben. „Wir werden uns auf keinen Fall hinten reinstellen“, kündigt Veh an. Ganz nach dem Motto: Angriff ist die beste Verteidigung.

Quelle: op-online.de

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