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Frankfurt nach Nullnummer gewaltig frustriert - Trapp: "Das war einfach schlecht"

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Kevin Trapp findet nach dem Unentschieden gegen Berlin klare Worte.

Mit der Champions League vor Augen gerät Eintracht Frankfurt doch noch ins Straucheln. Das Remis gegen Hertha ist schon die dritte sieglose Liga-Partie. Vor dem Chelsea-Kracher hinterlassen die Hessen keinen guten Eindruck.

Frankfurt - Bei Eintracht Frankfurt herrschte gewaltiger Frust. Nach einem 0:0 der schlechteren Sorte und einem seltenen Fehlpass-Festival haderten die Profis des DFB-Pokalsiegers mit sich selbst.

"Das war einfach ein schlechtes Spiel", sagte Kevin Trapp nach der Nullnummer gegen Hertha BSC am Samstag. Den ersehnten Riesenschritt in Richtung erstmaliger Champions-League-Teilnahme verpassten die Hessen, die Generalprobe für das prestigeträchtige Europa-League-Halbfinale gegen den FC Chelsea misslang gehörig.

Unentschieden einfach nicht genug

"0:0 ist einfach nicht genug. Wir sind nicht zufrieden mit unserer Leistung. Das war einfach zu wenig", kritisierte auch Abwehrchef Makoto Hasebe, der gemeinsam mit Schlussmann Trapp dafür sorgte, dass nach der dürftigen Performance immerhin ein Punkt im mit 51 500 Zuschauern ausverkauften Frankfurter Stadion blieb. Herthas Trainer Pal Dardai merkte nach der siebten sieglosen Liga-Partie in Serie zufrieden an: "Wir haben ehrliche Charaktere in unserem Team, darauf kann man stolz sein." Trotz Misere und seit Wochen schlechter Form waren die Berliner besser als der Königsklassen-Anwärter.

Kampf um Königsklassen-Ticket wird hart

Angesichts eines harten Restprogramms mit Gastspielen in Leverkusen und beim FC Bayern wird der Kampf um das Königsklassen-Ticket für Frankfurt wohl zur Zitterpartie bis zum letzten Moment. "Ich bin nicht zufrieden mit dem Punkt. Wir haben schon weit bessere Spiele gemacht, wir müssen uns gewaltig steigern", sagte Trainer Adi Hütter. Für die Herthaner, die ab der 80. Minute nach Gelb-Rot für Lukas Klünter zu Zehnt zu Ende spielten, geht es in den restlichen Spielen im Tabellenmittelfeld nur noch um die Platzierung.

Schon vor dem Spiel kündigte Hütter an, keinerlei Rücksicht auf das bevorstehende Duell mit Chelsea am Donnerstag (21.00 Uhr) nehmen zu wollen. Dementsprechend bot der Österreicher vor 51 500 Zuschauern seine beste Elf auf, zu der neben dem treffsicheren Sturmduo Ante Rebic und Luka Jovic auch wieder der zuletzt verletzte Martin Hinteregger gehörte.

Lucas Torro ist nach einer vertanen Torchance enttäuscht.

"Natürlich träumt jeder von der Champions League, aber dafür müssen wir die Leistung bringen", sagte Sport-Vorstand Fredi Bobic bei Sky. Der Weg in die Champions League kann sowohl über Rang vier in der Liga als auch über den Titel in der Europa League gelingen. In Borussia Mönchengladbach, 1899 Hoffenheim und Bayer Leverkusen gibt es aber alleine in der Bundesliga drei harte Widersacher.

Pünktlich zum Anpfiff ging ein Platzregen über dem Frankfurter Stadion nieder, die Akteure hatten es in den ersten Minuten merklich schwerer. Doch es wurde auch in der Folge nicht besser: Fehlpässe prägten das Bild, sehenswerte Kombinationen waren Mangelware.

Auch nach dem Wechsel hatte das über weite Strecken eher niveauarme Spiel nicht viel mehr zu bieten. Die Eintracht erhöhte erst in der Schlussphase und nach dem Platzverweis von Klünter den Druck, doch blieb viel zu harmlos. Ausgerechnet vor dem brisanten Treffen mit Englands Elite-Club scheint der Hütter-Elf immer mehr die Kraft auszugehen. Was macht Hoffnung für Chelsea? "Die ganze Saison macht mir Zuversicht", bekräftigte Hütter.

(dpa)

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