Frankfurts Heimserie reißt

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Erst deeskaliert, dann von den echten Fans gefeiert: Eintracht-Sportdirektor Bruno Hübner.

Frankfurt (sp) - Was mit einer fantastischen Choreographie begonnen hatte, endete mit Pfiffen: Die Frankfurter Eintracht hat ihr letztes Heimspiel der Saison gegen 1860 München in den Sand gesetzt, 0:2 (0:2) verloren und damit die Chancen auf die Meisterschaft in der 2. Liga minimiert.

Dafür müsste Tabellenführer Greuther Fürth beim Absteiger in Rostock verlieren und die Eintracht in Karlsruhe gewinnen.

Die erste Heimniederlage der Saison war zurückzuführen auf „fehlende Spannung“, wie Sportdirektor Bruno Hübner analysierte, „wir waren von Anfang an nicht richtig im Spiel und sind auch nicht wieder rein gekommen.“ Trainer Armin Veh wollte sich die Freude über den Aufstieg nicht vermiesen lassen: „Es war eine tolle Leistung über die gesamte Saison. Am Montag sind uns Riesensteine vom Herzen gefallen, deshalb darf man auch mal einen Durchhänger haben.“ Der führte zu einer schlechten Leistung, was für die 50.800 Zuschauer in der ausverkauften Arena eine ziemliche Enttäuschung war.

Bilder vom Spiel Eintracht gegen 1860 München

Eintracht verliert Heimspiel gegen TSV 1860 München

Veh hatte nicht nur auf den gesperrten Benjamin Köhler verzichten müssen, sondern auch auf den erkrankten Sonny Kittel und den leicht angeschlagenen Alexander Meier. Der Trainer musste umstellen und traf diesmal nicht die richtigen Entscheidungen. Er stellte Caio und Jimmy Hoffer auf. Was beides total daneben ging. Caio war unter vielen schwachen Spielern der schwächste, konnte von der ersten Minute an läuferisch nicht mithalten und schaffte es auch in seinem wahrscheinlich letzten Spiel nicht, Akzente zu setzen. Hoffer verlor im Grunde jeden Ball.

Die Münchner wirkten spritziger und gingen nach 17 Minuten in Führung. Kevin Volland überwand Oka Nikolov, vier Minuten später war es Guillermo Vallori, der nach einer Ecke von Volland einköpfte.

Constant Djakpa sieht Rot

Veh brachte zur Pause für Caio und Hoffer Karim Matmour und Ümit Korkmaz. Besser wurde es nicht. Gerade als die Eintracht mal ein paar Chancen herausgespielt hatte, traf sie der nächste Schlag. Constant Djakpa sprang Volland in den Unterleib und sah Rot. Djakpa gilt als Wiederholungstäter.

Das Spiel gegen die Sechziger war sein erstes nach einer Sperre, die er durch ein Urteil des DFB-Sportgerichts wegen einer Tätlichkeit im Spiel gegen Duisburg erhalten hatte. „Er hat uns einen Bärendienst erwiesen“, sagte Veh.

Quelle: op-online.de

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