„Fünf Punkte sind nichts“

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Die Eintracht-Spieler, hier Pirmin Schwegler, feierten den 4:0-Sieg mit den eigentlich ausgesperrten Frankfurter Fans.

Berlin (sp) - „Das war ein schöner Tag. “ Vorstandsvorsitzender Heribert Bruchhagen war nach dem souveränen 4:0-Sieg der Frankfurter Eintracht bei Union Berlin mehr als zufrieden.

„Die Berliner wollten uns den Schneid abkaufen, aber unsere Mannschaft hat dagegengehalten“, sagte der Eintracht-Boss, „das war ein überzeugender Sieg.“

Natürlich hatte auch der Trainer seinen Spaß. „Wir haben gut Fußball gespielt und verdient gewonnen, auch wenn der Sieg zu hoch ausgefallen ist“, sagte Armin Veh. Schwierig wurde es für die Bosse erst, als sie nach den Auswirkungen des Erfolgs gefragt wurden. Fünf Punkte hat die Eintracht nun zwischen sich und den Relegationsplatz gelegt, der Aufstieg scheint greifbar nahe. Doch davon will niemand etwas wissen, zumindest nicht offiziell. „Fünf Punkte in sieben Spielen sind nichts“, sagte der Trainer energisch. Das Wort vom „Aufstieg“ ist nicht tabu, schließlich reden sie in Frankfurt seit dem ersten Spieltag davon, aber niemand will zu früh zu große Zufriedenheit ausdrücken. „Durch dumme Sprüche steigt man nicht auf“, sagt Veh.

„Bochum wird genauso schwer wie Berlin“

Noch in Berlin hatte Veh schon das nächste Spiel am Freitag gegen den VfL Bochum im Kopf. „Bochum wird genauso schwer wie Berlin“, sagte er. Die Rückreise per Flugzeug fiel wegen des Streiks an den Flughäfen aus, die Eintracht-Equipe setzte sich stattdessen am frühen Morgen in den Zug. Ein wenig Auslaufen war gestern angesagt, heute und morgen wird jeweils nur einmal locker trainiert. „Mehr können wir ja nicht machen“, sagte Veh, der vor dem Spiel in Berlin noch davon gesprochen hatte, „dass wir mit einem Dreier nicht einen, sondern zwei Schritte machen können“.

Waren es jetzt also zwei Schritte zum Aufstieg? War es die Vorentscheidung? Davon wollte der Fußball-Lehrer nichts mehr wissen. Die Aussage sei dem Respekt vor dem Gegner geschuldet gewesen. „Das war Psychologie“, sagte Veh nun, „man sollte diese Worte nicht auf die Goldwaage legen.“

Ein „wichtiger Sieg“

Die Spieler haben die Meinung des Chefs verinnerlicht. Ein „wichtiger Sieg“ sei es gewesen, sagte Alexander Meier, der nach seinem Doppelpack nun schon auf 15 Saisontore kommt, „aber noch nicht mehr.“

Quelle: op-online.de

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