„Fürs Bayern-Spiel reicht es nicht ganz“

Frankfurt (sp) ‐ Am 17. März 2007 stand Christoph Preuß bundesweit im Mittelpunkt der Schlagzeilen. Mit einem herrlichen Fallrückzieher hatte er das siegbringende 1:0 für die Frankfurter Eintracht gegen den FC Bayern München erzielt.

Der „ewige Pechvogel“, der immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen wurde, war endlich einmal ein Glückskind. Am 10. November 2007 hat Preuß zum letzten Mal in der Bundesliga gespielt. Danach wurde ein Knorpelschaden im Knie festgestellt, das Ende der Karriere drohte. Gestern, zwei Tage vor dem DFB-Pokalspiel gegen die Bayern, ist Preuß nach seiner langen Leidenszeit mit einer Operation im amerikanischen Vail und vielen Monaten Reha ins Mannschaftstraining zurückgekehrt. „Es ist schön, die Beine in Fußballschuhen wieder auf den Rasen zu setzen“, sagt der 28-Jährige, „ich bin einfach nur glücklich“. Trainer Michael Skibbe hatte den Rückkehrer mit einem blauen Leibchen ausgestattet, als Zeichen für die Kollegen, ihn noch nicht so sehr zu attackieren. „Ich freue mich, dass ich ihn wieder trainieren darf“, sagt der Trainer, „ich schätze Christoph als Mensch und als Spieler.“

Preuß als „Spieler“ auf der Tribüne

Preuß will nun die nächsten Schritte zurück in die Bundesliga machen. Am Mittwoch gegen die Bayern wird er als „Spieler“ auf der Tribüne sitzen, schon dies erfüllt ihn mit Glück und mit Stolz. „Mir tut nichts weh“, sagt er, „außer morgen wahrscheinlich ein paar Muskeln.“ Die Angst, die Karriere vielleicht doch beenden zu müssen, ist geringer geworden, ganz ausgestanden ist sie noch nicht. „Wir wünschen ihm und uns, dass er es wieder schafft“, sagt Skibbe und flachst, „fürs Spiel gegen die Bayern reicht es noch nicht ganz“.

Das gilt auch für zwei andere verletzte Spieler. Ioannis Amanatidis und Aleksandar Vasoski stehen nicht im Kader, frühestens für das Bundesligaspiel am Samstag gegen den VfL Bochum sind der Stürmer und der Abwehrspieler wieder ein Thema.

Dagegen will Chris unbedingt spielen. Bei einem Kopfballduell am letzten Samstag mit Münchens Luca Toni hatte dessen Ellbogen die Nase des Brasilianers in Mitleidenschaft gezogen. Noch steht nicht fest, ob sie sogar gebrochen ist.

Quelle: op-online.de

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