Funkel denkt an Torwartwechsel

Frankfurt - (sp) Das Training der Frankfurter Eintracht gestern Nachmittag ging schon dem Ende entgegen, als Markus Steinhöfer in Torwart Markus Pröll hineinrauschte. Nichts schlimmes, ein leichter Tritt aufs Schienbein nur. Aber Pröll reagierte aufgebracht, warf den Ball nach dem Kollegen. Die Nerven sind angespannt in diesen schwierigen Tagen und ganz besonders beim Torhüter.

Trainer Funkel scheint dies noch zu befördern, will er Pröll doch keine Garantie mehr geben für den Platz zwischen den Pfosten. „Ich überlege noch und werde mich am Samstag entscheiden“, sagt Funkel. Am Samstag fahren die Frankfurter gen Westen, am Sonntag spielen sie bei Arminia Bielefeld.

Ob Funkel wirklich in dieser gefährlichen Tabellensituation den Torwart wechselt? Dafür sprechen würde die Ruhe, die Oka Nikolov ausstrahlt. Der 34 Jahre alte Routinier hatte seinen Platz am 22. November 2008 an Pröll verloren, als er sich beim Heimspiel gegen Hannover einen Sehnenanriss zugezogen hatte. Markus Pröll wurde damals zur Pause eingewechselt und ist bis heute dringeblieben. Die ersten 14 Spiele dieser Saison hatte Nikolov gemacht, Pröll kommt inzwischen auf neun Saisoneinsätze. Zuletzt hatte der 29 Jahre alte Keeper beim ersten Gegentor gegen Schalke nicht gut ausgesehen. Vielleicht eine Folge einer Übermotivation. Denn der Druck auf Pröll ist seit jenem Tag im Januar gestiegen, als die Eintracht für die nächste Spielzeit überraschend den jungen Schalker Ralf Fährmann (21) verpflichtet hat.

„Niemand braucht sich bei uns unter Druck zu fühlen“, sagt Trainer Friedhelm Funkel, „alle wissen, dass es Konkurrenzkampf gibt und müssen damit zurechtkommen.“ Ob Funkel mit seinen neutralen Aussagen zur Torwartfrage Prölls Ehrgeiz noch weiter anstacheln will? Markus Pröll, dessen Vertrag noch bis zum Sommer 2010 läuft, will allen beweisen, welch guter Torhüter er ist. Zur Erinnerung: Im ersten Halbjahr der Saison 2007/2008 stand Pröll zur Halbzeit in der Rangliste der Torhüter beim Fachmagazin „kicker“ auf Platz eins. Danach haben ihn allerdings immer wieder Verletzungen zurückgeworfen. Nun muss Markus Pröll intern um seinen Platz kämpfen.

Quelle: op-online.de

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