Funkel sucht wieder mal linken Verteidiger

Nikola Petkovic.Foto: op

Frankfurt - (sp) Versucht hat die Frankfurter Eintracht in den letzten Jahren einiges, um das „Loch“ auf der linken Seite zu stopfen. Bei Christopher Reinhard und Mounir Chaftar aus der eigenen Jugend reichte das Talent nicht für erstklassige Ansprüche. Beide sind in der zweiten und dritten Liga abgetaucht. Der Schweizer Christoph Spycher ist ein solider Verteidiger, doch er war vielen nicht spektakulär genug.

Nun ist Spycher seit einigen Monaten verletzt. Und die Eintracht sucht immer noch einen linken Verteidiger. Alexander Krük, vor der Saison vom Drittligisten Kickers Emden geholt, hat nie eine Chance bekommen. Krük war zu oft verletzt und hat im Training nicht gezeigt, dass er Bundesligaformat besitzt. Norman Theuerkauf aus der U23 ist bei Trainer Friedhelm Funkel in Ungnade gefallen. Zumindest hält Funkel ihn nicht für talentiert genug.

Also wird weiter gesucht. Zur Winterpause hat die Eintracht Nikola Petkovic aus Belgrad geholt. Der serbische U21-Nationalspieler hat nach passablem Debüt in Berlin Einsatz für Einsatz nachgelassen und war zuletzt nur noch ein Nervenbündel und Sicherheitsrisiko. Nun sehnen viele Christoph Spycher zurück. Doch das wird dauern.

Und so sucht die Eintracht weiter, jetzt intern. Beim Spiel am Samstag in Düsseldorf gegen Bayer Leverkusen könnte Trainer Friedhelm Funkel den genesenen Patrick Ochs von rechts nach links versetzen und den erst 18 Jahre alten Sebastian Jung erneut rechts spielen lassen. Im Training sah es eher andersherum aus. Jung spielte links, wie übrigens zuletzt auch bei der U19. Es sei „kein Problem“, einen rechten Verteidiger links spielen zu lassen, glaubt Funkel und führt als Beispiele Nationalspieler wie Andreas Brehme oder aktuell Philipp Lahm an. Patrick Ochs wäre bereit, auf der linken Seite auszuhelfen, wenn es Funkel verlangt, „aber ich glaube, rechts bin ich für die Mannschaft wertvoller.“ Begeisterung klingt anders.

Und Funkel sucht weiter. Benjamin Köhler sei „immer eine Alternative“, sagt er, und Nikola Petkovic sei „nicht aus dem Rennen.“

Alle anderen Plätze sind ziemlich sicher vergeben. Chris plagt sich zwar mit leichten Leistenschmerzen, wird aber ebenso spielen wie Alexander Meier.

Quelle: op-online.de

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