„Geben weiter gnadenlos Gas“

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Der ehemalige Offenbacher Sebastian Rode beim Autogrammeschreiben. Mit 21 Jahren ist er schon ein Leistungsträger bei der Eintracht. In 27 Zweitligaeinsätzen gelangen dem Mittelfeldspieler zwei Tore und acht Torvorlagen. Von seinen 1268 Pässen kamen starke 85,6 Prozent an.

Frankfurt (sp) - Fast 5 000 Fans werden dabeisein, wenn die Frankfurter Eintracht am Samstag (13 Uhr) versucht, im Spiel beim MSV Duisburg den nächsten Schritt Richtung Bundesliga zu machen.

Rund um die Absteiger aus dem letzten Jahr ist wieder Euphorie entstanden, die in diesen Tagen sogar schon beim Training zu beobachten ist. Viele Anhänger nutzen die Osterferien, um mal „vorbeizuschauen“ auf den Plätzen in Schatten der Arena, Autogramme zu sammeln, den Spielern ganz nahe zu kommen, auch mal mit dem Trainer zu plauschen. Bis auf das Abschlusstraining am heutigen Freitag lässt die Eintracht die Fans gewähren, nur die letzte Übungseinheit lässt Trainer Armin Veh unter Ausschluss der Öffentlichkeit durchführen. „Wir müssen die Balance finden zwischen Konzentriertheit und Lockerheit“, sagt der Eintracht-Coach.

Alle Eintracht-Spieler sind fit, 19 Feldspieler und drei Torhüter haben am Donnerstag trainiert, sodass der Trainer sogar die Qual der Wahl bei der Nominierung des Aufgebotes hat. Die Mannschaft stellt sich sowieso von alleine auf, Veh wird den Siegern des vergangenen Wochenendes vertrauen. Mit einer Ausnahme: Sebastian Rode kehrt nach überstandener Mandelentzündung ins Team zurück, Sonny Kittel muss auf die Bank. Für die Konstanz bei der Eintracht spricht, dass exakt die elf Spieler beginnen werden, die auch beim 3:0 im Hinspiel am 23. Oktober begonnen hatten.

Mit einem Sieg in Duisburg, es wäre der sechste in Folge, könnte die Eintracht die Ausgangsposition vor den zwei Heimspielen nächste Woche gegen Ingolstadt und Aue noch weiter verbessern. Doch Bruno Hübner warnt. „Die Duisburger haben sich gefangen und zuletzt wieder erfolgreich gespielt“, sagt der Sportdirektor der Eintracht, der zuvor in gleicher Position bei den „Zebras“ gearbeitet hatte, „das wird eine ganz harte Aufgabe“. Zumal der MSV mit dem ehemaligen Profi Oliver Reck als Trainer auch noch Punkte braucht im Abstiegskampf. Dennoch gehen die Frankfurter als Favoriten mit viel Selbstvertrauen ins Spiel. „Wir werden weiter gnadenlos Gas geben“, fasst der ehemalige Offenbacher Rode die Stimmung zusammen, „außerdem macht das Siegen ja richtig Spaß“.

Voraussichtliche Aufstellungen:

Duisburg: Wiedwald - Berberovic, Bruno Soares, Bajic, Pliatsikas - Sukalo, Pamic - Brosinski, Gjasula, Wolze - Exslager

Eintracht: Nikolov - Jung, Anderson, Schildenfeld, Djakpa - Rode, Schwegler, Meier, Köhler - Hoffer, Idrissou

Ersatzbank: Kessler - Butscher, Amedick, Lehmann, Korkmaz, Kittel, Friend

Schiedsrichter: Steuer (Menden)

Quelle: op-online.de

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