Das große Zittern vor dem Endspurt

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Mike Franz droht länger auszufallen.

Frankfurt ‐ Vier Spiele vor dem Ende der Saison beträgt der Vorsprung der Frankfurter Eintracht vor Relegations- und Abstiegsplatz mit dem VfL Wolfsburg und FC St. Pauli vier Punkte. Und doch zittern die Frankfurter vor dem Endspurt. Von Josef Schmitt

Heribert Bruchhagen schätzt das Restprogramm des Konkurrenten Wolfsburg als „viel leichter“ ein. „Wir stehen mit dem Rücken zur Wand“, sagt der Eintracht-Boss. Trainer Christoph Daum macht sich derweil Gedanken um das Heimspiel gegen Bayern München am Samstag. „Auch da haben wir eine Chance“, sagt Daum, der in drei Spielen von möglichen neun Punkten erst zwei geholt hat. Seinem Chef rät er, nicht zu rechnen. „Du verrechnest dich im Abstiegskampf sowieso“, sagt Daum. Aber wie stehen die Chancen, dass die Eintracht auch nächste Saison in der Bundesliga spielt? Was spricht dafür, was spricht dagegen?

Für den Klassenerhalt spricht:

Tabelle . Bei vier Punkten Vorsprung hat es die Eintracht in der eigenen Hand, drinzubleiben, ist nicht auf fremde Hilfe angewiesen. Gegenüber St. Pauli weisen die Frankfurter noch das deutlich bessere Torverhältnis auf.

Form. Unter Christoph Daum sind die Leistungen deutlich besser geworden, nur die Ergebnisse fehlen.

Spielplan. Gegen Bayern hat die Eintracht oft Überraschungen geschafft, gegen Mainz in der Bundesliga noch nie verloren. Und Dortmund ist längst Meister, wenn die Eintracht kommt. Dazu noch das Heimspiel gegen Köln. Da können genug Punkte geholt werden.

Konkurrenz. St. Pauli und Wolfsburg kommen nicht auf die Beine. Und Köln hat einen noch schwereren Spielplan als die Eintracht.

Für den Abstieg spricht:

Spielplan. Unter normalen Umständen haben die Frankfurter gegen die Spitzenteams Bayern (3.), in Mainz (5.) und in Dortmund (1.) keine Chance. Bleibt das Heimspiel gegen Köln, um zu punkten.

Trend. Nur ein Sieg in der Rückrunde, keine Wende durch den Trainerwechsel. Die Eintracht ist aktuell die schlechteste Mannschaft.

Ausfälle. Tzavellas und Chris fallen bis Saisonende aus, vielleicht auch Franz. Meier ist gegen Bayern gesperrt.

Nerven. Die Torhüter sind in jedem Spiel für einen Patzer gut. Torjäger Gekas trifft nicht mehr.

Form. Eine ganze Reihe Spieler sind außer Form: Meier, Altintop, Schwegler, Gekas.

Fazit

Die direkte Rettung, also Platz 15, wird nur ganz schwer zu erreichen sein. Vieles deutet auf Platz 16 hin, also Relegationsspiele gegen den Dritten der Zweiten Liga.

Quelle: op-online.de

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