Großer Schritt nach oben

Frankfurt (sp) - Von Rechenspielen hält Armin Veh gar nichts. Der Trainer der Frankfurter Eintracht ist überzeugt davon, dass der Aufstiegskampf in der Zweiten Liga erst an den letzten Spieltagen entschieden wird.

Und doch misst er dem Auswärtsspiel heute (20.15 Uhr) beim 1. FC Union Berlin große Bedeutung bei. „Wenn wir gewinnen sollten, hätten wir einen großen Schritt gemacht“, sagt Veh, „denn Union ist ein sehr starker Gegner.“

„Wir müssen hochkonzentriert sein und jedesmal alles abrufen“, mahnt der Frankfurter Fußball-Lehrer, „nur dann können wir erfolgreich sein.“ Union habe ein „spielstarkes Team“ mit ganz besonderen Stärken bei Standardsituationen. „Die spielen keinen Hau-Ruck-Fußball, sondern technisch gut“, sagt der Frankfurter Trainer. Allerdings haben die Berliner 2012 von sieben Spielen nur zwei gewonnen: 4:0 gegen Dresden, 3:1 in Aachen.

Fans wegen „Pyroshow“ ausgesperrt 

Ein Nachteil sei für die Eintracht, dass sie, zumindest offiziell, ohne Unterstützung auskommen muss. Das DFB-Sportgericht hat wegen der „Pyroshow“, die Eintracht-Fans in Düsseldorf veranstaltet hatten, die Fans für das Berliner Spiel ausgesperrt. Angeblich aber sollen mindestens 1000 Frankfurter Anhänger sich schon vor der Urteilsverkündung Karten besorgt haben und ähnlich wie vor einer Woche im vergleichbaren Fall Dresdner Fans, ins Stadion kommen. Größerer Ärger ist allerdings nicht zu erwarten, denn die Berlin Anhänger wollen sich mit ihren Frankfurter Kollegen sogar solidarisieren und im vermeintlich leeren Frankfurter Block Frankfurter Fahnen und ähnliches aufhängen. „Bisher war es immer ein Vorteil für uns, wenn wir auswärts viele Fans dabei hatten“, sagt Trainer Veh, „dementsprechend ist es diesmal ein Nachteil.“

Die Trainingsarbeit in der abgelaufenen Woche war mit Blick auf die nächsten Belastungen eher gedrosselt. Denn dem Spiel in Berlin heute Abend folgt bereits am Freitag die Heimbegegnung gegen Bochum. Was Veh so gar nicht gefällt. „Wer so einen Plan macht, hat keinen Plan“, sagt der Eintracht-Trainer, „es wäre ja wirklich leicht möglich gewesen, am Samstag oder am Sonntag zu spielen“. Doch an Bochum will Veh noch nicht denken, Berlin steht im Mittelpunkt aller Überlegungen.

Keine Änderungen in der Mannschaft

Änderungen in der Mannschaft wird es nicht geben. „Ich neige dazu, diesmal nichts zu ändern“, sagt der Trainer. Der gebürtige Berliner Benny Köhler ist rechtzeitig nach einer Migräne-Attacke ins Training zurückgekehrt. Vom erweiterten Aufgebot steht nur Martin Amedick (Muskelfaserriss) nicht zur Verfügung.

Eintracht: Nikolov - Jung, Anderson, Schildenfeld, Djakpa - Rode, Schwegler, Meier, Köhler - Hoffer, Idrissou.

Bank: Kessler - Butscher, Kittel, Lehmann, Matmour, Korkmaz, Friend.

Union Berlin: Glinker - Pfertzel, Stuff, Parensen, Kohlmann - Karl - Zoundi, Mattuschka, Ede - Silvio, Terodde

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © dpa

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