Heftige Schiedsrichter-Schelte von Veh

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Platzverweis: Alexander Meier (links) fehlt der Eintracht gegen den FSV. Foto:

Frankfurt-  Drumherum reden ist nicht die Sache von Armin Veh. Und so hat der 50 Jahre alte Trainer der Frankfurter Eintracht nach dem 1:1 gegen Fortuna Düsseldorf klare Worte gewählt. Von Peppi Schmitt

Er hat seine Spieler kritisiert: „Ich weiß nicht, warum sie nach dem guten Beginn aufgehört haben Fußball zu spielen“. Er hat der Führungsspitze des Klubs ins Gewissen geredet: „Wenn hier ein oder zwei Spieler ausfallen, dann gebe ich den Favoritenschild ab“. Er hat kein gutes Haar am unglaublich schlechten Schiedsrichter gelassen: „Das war bodenlos“. Und er hat seinem Ärger über die schlechten Platzverhältnisse freien Lauf gelassen: „Schön grün war der Rasen, aber die Beschaffenheit war übel“.

Mit dem Ergebnis war der Frankfurter Coach durchaus einverstanden, „weil die Düsseldorfer ein richtig guter Gegner waren“. Die Schwächen in der Abwehr könnten mit der fehlenden Harmonie zusammenhängen. „Ich weiß nicht, wie lange es dauert, bis wir wirklich stabil sind“, sagt Veh, „aber wir werden es hinkriegen“. Beim Gegentor hatte er eine „Kettenreaktion von Fehlern“ festgestellt. Erstes Glied der Fehlerkette war Matthias Lehmann mit einem Fehlpass, letztes Glied Gordon Schildenfeld mit einem dilettantischen Zweikampfverhalten.

Trotz zweier Heimspiele ohne Sieg sieht der Eintracht-Trainer noch optimistisch in die Zukunft. „Wenn wir eingespielt sind, werden wir ein gewichtiges Wort um den Aufstieg mitreden“, sagt er.

Größere Sorgen bereiten dem neuen Coach die fehlenden Alternativen. Das gesamte Gebilde sei „sehr fragil“. Im Grunde brauche er noch „einen Abwehrspieler und einen Stürmer“. Daraus wird aber ziemlich sicher nichts werden, da die Eintracht finanziell in der Klemme steckt. Schon das Derby gegen den FSV Frankfurt am Sonntag könnte nun die Probe aufs Exempel werden, denn neben dem gesperrten Alex Meier wird möglicherweise auch Mannschaftskapitän Pirmin Schwegler fehlen. „Dann haben wir ein echtes Problem“, sagt Veh und ist noch sauer über den Platzverweis für Meier.

Schiedsrichter Robert Hartmann hatte bei allen relevanten Entscheidungen danebengelegen. Meiers zwei gelbe Karten waren, so Veh, „ein Witz“. Auch Vorstandschef Heribert Bruchhagen war empört. „Wenn das ein Platzverweis war, können wir einpacken“, sagte er.

Veh war zudem sauer auf die Verhältnisse in der Arena. „Im August habe ich selten einen so schlechten Platz gesehen“, sagte er, „es muss ein neuer Rasen her.“

Quelle: op-online.de

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