Hoffenheim ohne Obasi zur Eintracht

Frankfurt -

(sp) Wenn Friedhelm Funkel in den letzten Wochen vor den Spielen in der Fußball-Bundesliga lobende Worte für den Gegner finden wollte, war ihm der Vorstandsvorsitzende Heribert Bruchhagen schon mal scherzhaft in die Parade gefahren. „Nicht den Gegner loben, Friedhelm“, hatte Bruchhagen gemahnt, „das kommt bei vielen unserer Fans nicht an.“ Hintergrund dieser nicht ganz ernst gemeinten Mahnungen waren extern wie intern geäußerte Kritik an Funkel und Bruchhagen, man rede die eigene Mannschaft „zu klein“, überhöhe häufig den Gegner und gebe damit den eigenen Spielern Alibis für schwächere Leistungen. Vor dem Heimspiel an diesem Samstag gegen die TSG 1899 Hoffenheim hat sich der Frankfurter Trainer nicht an die Ratschläge seines Chefs gehalten. Obwohl der Aufsteiger und sensationelle Herbstmeister in diesem Jahr noch kein Spiel gewonnen hat, sei er „genauso stark wie in der Vorrunde“, sagt Funkel.

Und nennt dafür treffliche Argumente. In Stuttgart hatten die Hoffenheimer in letzter Sekunde einen Elfmeter verschossen und deshalb nicht gewonnen, und gegen Bremen zuletzt hatte alleine Boubacar Sanogo dreimal nur den Pfosten getroffen. Zwölf Torchancen habe Hoffenheim herausgespielt, hat Funkel von seinem Spielbeobachter erfahren und daraus geschlossen, „dass die immer noch genauso furios nach vorne spielen wie zu Beginn der Saison.“

In der kommenden Saison wird Friedhelm Funkel mit großer Wahrscheinlichkeit einen weiteren Trainer zur Seite haben. Im Rahmen seiner Vertragsverhandlungen wurde ihm dies vom Vorstandsvorsitzenden Heribert Bruchhagen zugestanden. Welche Aufgaben der dann vierte hauptamtliche Trainer übernehmen wird, werde zunächst „intern besprochen“, sagt Funkel, „wichtiger sind jetzt erstmal andere Dinge.“

So zum Beispiel die Vertragsverlängerungen mit seinen langjährigen Assistenten Armin Reutershahn und Andreas Menger, die in Kürze erfolgen sollen.

Die Verletzungsmisere beim Gegner Hoffenheim reißt nicht ab. Stürmer Chinedu Obasi hat sich einen Muskelfaserriss in der rechten Hüftmuskulatur zugezogen. Damit fehlt Trainer Ralf Rangnick in Frankfurt neben dem langzeitverletzten Torjäger Vedad Ibisecvic auch der 22 Jahre alte Nigerianer im Angriff. „Obasi wird wohl bis zu vier Wochen ausfallen“, meinte Hoffenheims Pressesprecher Markus Sieger. Obasi hatte sich schon am letzten Hinrundenspieltag im Dezember beim 1:1 gegen den FC Schalke 04 einen Muskelfaserriss zugezogen, der den Offensivspieler bis Ende Februar zu einer Pause zwang.

Quelle: op-online.de

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