Hübner kann Fußball nicht genießen

Frankfurt (sp) - Nach der 2:4-Niederlage in Paderborn war Bruno Hübner sprachlos, „weil ich dieses Spiel erst einmal verarbeiten musste“. Nach dem 1:0-Sieg gegen Cottbus hat er geschwiegen, „weil ich im Terminstress war“.

Erst am Tag danach hat sich der Sportdirektor der Frankfurter Eintracht zur Situation im Aufstiegskampf und zu den Hoffnungen und Sorgen geäußert. Der Druck, der auf Spielern, Trainern und Verantwortlichen liege, sei „enorm“, sagt Hübner, „und an diesem Wochenende war es besonders schlimm, weil die anderen vorgelegt hatten. “ Die Eintracht hat dem Druck stand gehalten. Für Fußball-Liebhaber aber ist das aktuelle Geschehen in der 2. Liga nichts. „Ich hasse es, dass ich den Fußball nicht mehr genießen kann“, sagt der Sportchef der Eintracht.

Zu viel hängt vom Aufstieg ab. Alle Planungen sind auf die Rückkehr in die Erstklassigkeit ausgerichtet, gibt Hübner zu, wohl wissend, dass die Chancen bei sechs Anwärtern für höchstens drei Aufstiegsplätze bestenfalls bei 50 Prozent liegen. „Es ist nicht einfach, die Weichen zu stellen“, sagt er, „aber wir bemühen uns, es trotzdem zu tun.“ Die Eintracht wolle alles tun, um nicht zu spät dran zu sein. So soll Kapitän Pirmin Schwegler so bald wie möglich einen neuen Vertrag unterschreiben und angeblich haben die Frankfurter Mittelfeldspieler Stephan Schröck vom Konkurrenten Spielvereinigung Greuther Fürth ein Angebot unterbreitet. Hübner verweigerte dazu jeden Kommentar. Klar ist aber, dass diese Personalien nur dann zum Tragen kommen, wenn die Eintracht aufsteigt. Kein Geheimnis ist es auch, dass es mit Trainer Armin Veh überhaupt nur Vertragsgespräche nach dem Aufstieg geben wird.

Geradezu ein Schreckgespenst ist der erneut frühe Beginn der 2. Liga in der nächsten Saison und die damit verbundenen Schwierigkeiten bei den Personalplanungen. Wie schon vor der laufenden Spielzeit wäre die Eintracht und damit ihr Sportdirektor gezwungen, in kürzester Zeit eine neue Mannschaft zusammenzustellen. Auch wenn das Gerüst immerhin bestehen würde. Mit Oka Nikolov, Sebastian Jung, Sebastian Rode, Heiko Butscher, Martin Amedick, Matthias Lehmann, Sonny Kittel, Benjamin Köhler und Alexander Meier stehen wichtige Spieler auch für die Zweitklassigkeit unter Vertrag.

Quelle: op-online.de

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