Offen, wer im Pokal zentral verteidigt

Auf „Hügel der Leiden“ für Aue fit gemacht

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Alexander Meier und die anderen Profis von Eintracht Frankfurt haben in der Vorbereitung hart gearbeitet.

Frankfurt - Friedhelm Funkel hat den Hügel vor ein paar Jahren anlegen lassen. Gestern war es wieder mal so weit: Die Spieler der Frankfurter Eintracht mussten ran am „Hügel der Leiden“. Sprints bergauf gehörten zum Fitnessprogramm nach zwei freien Tagen.

Sebastian Rode und Sebastian Jung, die am Tag zuvor beim 6:1 der U21-Nationalmannschaft gegen Argentinien dabei waren, strampelten zur Auflockerung auf dem Fahrrad, andere sind noch mit Nationalmannschaften unterwegs.

Was dem Trainer gar nicht so richtig in den Kram passt. Denn es sind ausgerechnet jene Spieler, die für die neuralgischen Positionen in der Innenverteidigung in Frage kommen. „Ich bin noch nicht sicher, wen ich hinten aufstelle“, sagt Veh, „da gibt es noch einige Fragezeichen“. Das erste: In welcher Verfassung kehrt Vadim Demidov vom Länderspiel Norwegens gegen Griechenland zurück? Das zweite: Wann kommt der geplante Zugang Carlos Zambrano vom Länderspiel Perus in Costa Rica nun wirklich nach Frankfurt?

Immerhin, Zambranos Wechsel scheint nun tatsächlich bald in trockenen Tüchern zu sein. „Alle Voraussetzungen sind erfüllt“, versichert Sportdirektor Bruno Hübner. Die Eintracht hatte dem FC St. Pauli zu Wochenbeginn eine Frist gesetzt, um endlich einzuwilligen in den Wechsel. Dies ist geschehen, die Eintracht wird 1,2 Millionen Euro für den 23 Jahre alten Abwehrspieler bezahlen. In der Nacht zum Freitag soll Zambrano auf dem Frankfurter Flughafen ankommen, danach den medizinischen Test absolvieren und die ausgehandelten Verträge unterschreiben. Im Idealfall soll danach auch noch die Spielgenehmigung für das Pokalspiel am Sonntag bei Erzgebirge Aue beantragt werden. Ob der Trainer ihn dann aufstellt, ist eine andere Sache. Vermutlich werden Demidov und Heiko Butscher zentral verteidigen. Denn zum Einspielen wird die Zeit für Zambrano nicht reichen, gerade mal so zum Kennenlernen der Mitspieler. Offen ließ der Eintracht-Coach auch, ob Bamba Anderson im Aufgebot stehen kann.

Mit dem Vertrag von Neu-Stürmer Dorge Kouemaha wird es schneller gehen, dafür wird es länger dauern bis er spielen kann. Nach dem im Januar erlittenen Achillessehnenriss hat der Kameruner einiges aufzuholen. „Es wird wohl so lange dauern wie bei Bamba Anderson“, glaubt Hübner. Beim brasilianischen Abwehrspieler rechnet der Trainer erst in „zwei, drei Wochen“ wieder mit einem optimalen körperlichen Zustand. Gesund immerhin soll Kouemaha sein, die Untersuchungen der Achillessehne haben keine Bedenken nach sich gezogen. Weitere medizinische Tests wurden gestern durchgeführt. Heute soll der Angreifer vom FC Brügge, zuletzt 1. FC Kaiserslautern, einen Einjahresvertrag unterschreiben.

sp

Quelle: op-online.de

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