Joker, Teamplayer und Angler

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Erwin „Jimmy“ Hoffer (rechts) im Kopfballduell.

Frankfurt (sp) - Erwin Hoffer muss sich derzeit bei Eintracht Frankfurt in Geduld üben. Aktuell ist der Neuzugang hinter Theofanis Gekas nur Stürmer Nummer zwei. Doch der Österreicher hat damit kein Problem.

„Der Trainer hat sich für Gekas entschieden und der spielt gut. Wir sind eine Mannschaft, da muss man warten können“, sagt Hoffer.

Der 24-Jährige, den alle nur Jimmy nennen, ist ein absoluter Teamplayer und wird gerade deshalb von Trainer Armin Veh geschätzt. „Er gibt immer alles für die Mannschaft“, sagt der Eintracht-Coach. Hoffer hat diese Einstellung verinnerlicht. „Ich bereite mich immer gut vor, weil ich weiß, dass auch immer etwas passieren kann“, sagt er. Der Neuzugang, der zuletzt beim 1.FC Kaiserslautern gespielt und den die Eintracht für 250 000 Euro vom SSC Neapel ausgeliehen hat, schiebt trotz der Reservistenrolle keinen Frust. Obwohl er natürlich lieber Stammkraft als „Joker“ wäre. „Da muss ich durch, und eine Chance kommt ja immer mal“, weiß er aus seiner Profierfahrung mit bisher 25 Länderspielen, „das hat man ja am Wochenende gesehen.“ Da kam Hoffer im Derby gegen den FSV Frankfurt kurz vor Schluss ins Spiel und bereitete das Tor zum 4:0 vor.

Hoffer ist längst im Rhein-Main-Gebiet heimisch geworden. Mit seiner Freundin lebt er in Dreieich und fühlt sich „total wohl“. Sein Hobby, dem Angelsport, kann er auch frönen. Eine Jahreskarte hat er sich besorgt, die Prüfung zum Angeln einst in seiner Heimat abgelegt. Und so verbringt er viel Zeit am Main, wo in verschiedenen Abschnitten geangelt werden darf. „Ich habe schon Karpfen, Zander und Hechte rausgeholt“, erzählt Hoffer. Das Angeln dient bei ihm allerdings vor allem der Entspannung. „Da habe ich die Ruhe, die ich brauche“, sagt er. Die Fische, die er fängt, werden zurück ins Wasser geworfen.

Bevor Hoffer sich auf die Länderspiele gegen Deutschland nächste Woche und die Türkei am 6. September in Wien einstellt, will er seine ganze Kraft für die Eintracht einsetzen. Auch beim Spiel am Sonntag gegen den SC Paderborn sei wieder „hundertprozentige Konzentration“ gefordert, meint Hoffer, „wir müssen topfit sein, um Erfolg zu haben“. Die Unterschiede zwischen der Bundesliga und der 2. Liga sind seiner Meinung nach gar nicht so groß. „Das ist eine sehr harte Liga, in der sehr viel gelaufen wird“, sagt Hoffer, „darauf müssen wir uns einstellen“. Er sei bereit, auch gegen Paderborn hart zu arbeiten.

Quelle: op-online.de

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