Veh kämpft gegen verfrühte Hochgefühle

Frankfurt (sp/jm) - Frühling bei der Frankfurter Eintracht. Viel Sonne beim Training, der letzte Spieltag wie gemalt für die Frankfurter mit Punktverlusten für die Verfolger, Platz zwei mit dem eigenen 3:0-Sieg gegen Dresden gefestigt, keine personellen Probleme.

Grund zur Zufriedenheit also. Und doch redete sich Trainer Armin Veh gestern nach dem Training in Rage.

Denn Veh glaubt ein Hochgefühl festzustellen in der Öffentlichkeit und in der veröffentlichten Meinung. Schon wieder „viel zu gut“ werde die tabellarische Situation dargestellt. „Man hat das Gefühl, wir wären schon aufgestiegen.“ Eine ähnliche Grundstimmung hatte vor ein paar Wochen nach dem 6:1-Derbysieg gegen den FSV Frankfurt vorgeherrscht und prompt war mit der 2:4-Niederlage beim SC Paderborn ein Absturz gefolgt. Ähnliches will Veh nun am nächsten Montag bei Union Berlin unbedingt vermeiden. „Nichts ist erreicht, nichts ist entschieden“, sagt der 51-Jährige, in den verbleibenden acht Spielen sei für alle fünf Mannschaften an der Spitze noch fast alles möglich. Drei Punkte Vorsprung vor Düsseldorf, fünf Punkte vor St.Pauli und Paderborn, dazu das beste Torverhältnis - der Eintracht-Trainer will all dies nicht überbewerten. „Es ist doch ein Wahnsinn, zu denken, das wäre schon eine Vorentscheidung“. schimpft er: „Ich bin sicher, dass es bis zum Schluss eng bleibt.“

Heute Testspiel gegen TSG Neu-Isenburg

Personell ist alles in bester Ordnung: Mohamadou Idrissou konnte nach seiner leichten Knieprellung wieder trainieren. Sonny Kittel war bei einem Kurzlehrgang der U19-Nationalmannschaft, soll aber heute Abend (18.30 Uhr) im Neu-Isenburger Sportpark beim Freundschaftsspiel beim Gruppenligisten TSG Neu-Isenburg spielen.

Auf politischer Ebene hat Vorstandschef Heribert Bruchhagen vor der Stichwahl der Frankfurter Oberbürgermeisterkandidaten Boris Rhein (CDU) und Peter Feldmann (SPD) im „Heimspiel“ des Hessischen Rundfunks wiederholt, dass er die Stadionmiete (4,5 Millionen Euro pro Jahr in der 2. Liga) für zu hoch hält: „Wir haben feststellen müssen, dass unser Vertrag uns eigentlich nicht wettbewerbsfähig macht. Deshalb haben wir, da es eine Öffnungsklausel gibt, das Gespräch mit der Stadt gesucht.“

Quelle: op-online.de

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