„Klassenerhalt wäre außergewöhnlich“

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Christoph Daum

Frankfurt ‐ Vor dem Oster-Hit gegen Rekordmeister Bayern München hat Eintracht Frankfurts Trainer Christoph Daum Torhüter Ralf Fährmann demonstrativ den Rücken gestärkt und einen Wechsel zwischen den Pfosten kategorisch ausgeschlossen. „Es gibt überhaupt keine Diskussion“, erklärte er. Von Peppi Schmitt

Torhüter Ralf Fährmann stand nach dem 0:1 von Hoffenheim in der Kritik und hat Selbstkritik geübt. Denken sie über einen Wechsel zwischen den Pfosten nach?

Es gibt überhaupt keine Diskussion. Ralf tritt da vielleicht ein bisschen zu selbstkritisch auf. Als junger Spieler muss er noch lernen, nicht zu schnell irgendwelche Fehler zuzugeben. Das wird nur dazu genutzt, um ihn aus dem Tor rauszuschreiben.

Sie haben sich sicher das Spiel der Bayern gegen Leverkusen angesehen. Wie sind ihre Erkenntnisse?

Das ist eine starke Mannschaft, die sehr dominant auftritt. Meine Eindrücke waren fast ausschließlich positiv.

Ist der Trainerwechsel in München für die Eintracht zum ungünstigsten Zeitpunkt gekommen?

Zum Trainerwechsel in München sage ich gar nichts. Und ob es in der Bundesliga einen günstigen oder ungünstigen Zeitpunkt für ein Spiel gibt, das weiß ich nicht. Es stellt sich erst hinterher raus, ob der Zeitpunkt gut oder schlecht war. Schau mer mal.

Wäre es ein außergewöhnlicher Erfolg, ausgerechnet jetzt gegen die Bayern zu punkten?

Außergewöhnlich ist es, wenn wir die Klasse erhalten. Gegen wen wir die Punkte holen, ist sekundär. Wir haben aber nur noch vier Spiele. Und deshalb wollen wir am Samstag damit beginnen. Im übrigen ist jedes Bundesligaspiel außergewöhnlich. Deswegen freue ich mich auch auf jedes Spiel. Wir wollen dem Publikum gute Unterhaltung bieten. Dass ich dazu beitragen darf, macht mir Freude.

Sie hatten viele Auseinandersetzungen mit den Bayern. Zuletzt hatte Bayern-Präsident Hoeneß ihr Engagement bei der Eintracht kritisiert. Was entgegnen sie ihm?

Auf diese Frage antworte ich nicht. Fragen sie, was sie wollen, aber dazu sage ich nichts.

Welches Rezept ist gegen die Bayern erfolgversprechend?

Wir brauchen eine unheimlich große Laufbereitschaft und wir müssen auf gewissen Positionen die Gegner doppeln. Daran arbeiten wir im Training. Bei allen Überlegungen dürfen wir die Offensive nicht ganz vernachlässigen, eine Abwehrschlacht wäre auch nicht richtig.

St.Pauli und Wolfsburg liefern sich hinter ihnen ein Schneckenrennen. Können sie sich darauf verlassen, dass es so bleibt?

Wer sich auf die anderen verlässt, ist schnell verlassen. Nein, wir setzen auf die eigenen Kräfte. Alles andere wäre brandgefährlich.

Wie viele Punkte braucht die Eintracht zur Rettung?

Mindestens 38.

Denken sie manchmal an mögliche Relegationsspiele?

Es wäre fahrlässig, wenn wir das nicht tun würden. Natürlich beobachten wir die möglichen Gegner aus der Zweiten Liga.

Quelle: op-online.de

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