„Kleine Gruppe“ stört die Party

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„Eine kleine Gruppe hatte anderes im Sinn“: Frankfurter Hooligans provozierten nach Spielende einen Polizeieinsatz.

Frankfurt (sp) - Nach dem Spiel brachen wieder einmal alle Dämme. Trotz Appellen, Bitten und Aufforderungen, es zu unterlassen, stürmten die Fans der Frankfurter Eintracht nach dem Abpfiff des Spiels auf den Platz, wollten den Aufstieg mit den Spielern feiern.

„Die allermeisten wollten nur den Spielern nahe sein“, sagte Vereinsvize Axel Hellmann, der demnächst in den Vorstand aufrücken wird, „aber es war wieder eine kleine Gruppe dabei, die anderes im Sinn hatte.“

Diese Gruppe rannte quer übers Spielfeld Richtung der Fans des Gegners und provozierten damit einen Polizeieinsatz. Kurzfristig musste die Polizei, die sich zuvor zurückgehalten hatte, Schlagstöcke und Pfefferspray einsetzen. Doch die Situation hatte sich schnell beruhigt.

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Die Spieler, die eigentlich auf dem Platz feiern wollten, hatten sich in die Kabine verdrückt. Sie kamen später wieder raus, feierten auf der Haupttribüne mit den Zuschauern. Alleine Sportchef Hübner blieb bei den Fans und sorgte für Deeskalation, wie vor einem Jahr Präsident Fischer, als die Fans nach dem Abstieg im Heimspiel gegen Köln den Rasen voller negativer Emotionen gestürmt hatten.

Vorstandschef Heribert Bruchhagen wollte die Vorkommnisse nicht überbewerten und sich schon gar nicht die Freude nehmen lassen. Grundsätzlich habe man gesehen, „wie schön ein Fußballerlebnis sein kann.“ Traurig sei nur, „dass die Jungs sich mit solchen Aktionen selbst gefährden.“ Große Angst beschleicht die Verantwortlichen vor dem Saisonfinale in Karlsruhe. Die beiden Fangruppen gelten als verfeindet, dazu kommt eine hohe sportliche Brisanz durch den Abstiegskampf des KSC.

Quelle: op-online.de

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