Köhler würde gerne bleiben

Der Schalker Benedikt Höwedes (links) und Benjamin Köhler aus Frankfurt kämpfen um den Ball.
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Der Schalker Benedikt Höwedes (links) und Benjamin Köhler aus Frankfurt kämpfen um den Ball.

Frankfurt (sp) ‐ Benjamin Köhler ist Berliner. In der Hauptstadt ist er aufgewachsen, in der Hauptstadt hat er das Fußballspielen gelernt, bei Normannia Berlin, bei den Reinickendorfer Füchsen, beim 1.FC Lübars und bei Hertha BSC Berlin. Seit 2004 spielt der heute 29 Jahre alte Profi bei der Eintracht.

Unter Friedhelm Funkel war er immer Stammspieler, zunächst als Stürmer, später als Mittelfeldspieler, zur Not - wie in der letzten Saison - auch als Außenverteidiger. Mit dem Amtsantritt von Michael Skibbe hat sich der Status von Benny Köhler verändert. In der Startformation hat er kaum noch gestanden, aus der Stammkraft ist ein Ergänzungsspieler geworden. „Ich weiß nicht, warum“, sagt Köhler und hofft weiter auf eine echte Chance. Am liebsten wäre es ihm, wenn er sie heute bekäme, ausgerechnet beim Spiel der Eintracht bei Hertha BSC Berlin.

Trainer Skibbe hat sich nicht in die Karten schauen lassen, die Aufstellung in dieser Woche als großes Geheimnis gehütet. Erst gestern Abend hat Michael Skibbe intern die ersten Geheimnisse gelüftet und mit dem einen oder anderen Spieler übers Spiel gesprochen. „Die exakte Aufstellung gibt es erst nach dem Mittagessen in der Spielersitzung“, sagt der Frankfurter Fußball-Lehrer. Köhler muss sich also gedulden. „Ich hoffe, ich bin diesmal von Anfang an dabei“, sagt er.

Bleibt er weiter außen vor, will er sich umhören

Für Köhler soll sich in den letzten Spielen der Vorrunde die Zukunft entscheiden. Bleibt er weiter außen vor, will er sich schon in der Winterpause umhören, ob es Interesse von anderen Klubs gibt. Grundsätzlich aber würde Köhler seinen Vertrag in Frankfurt, der bis zum Sommer 2011 läuft, gerne erfüllen. „Ich fühle mich wohl hier“, sagt er, „wenn der Trainer mich braucht, dann würde ich gerne bleiben.“ Es liegt also an Michael Skibbe.

Der hält sich in der perspektivischen Personalpolitik bedeckt. Nur bei Oka Nikolov und Alexander Meier hat er Ausnahmen gemacht und öffentliche Empfehlungen ausgesprochen. Diese beiden Spieler möge die Eintracht doch bitte behalten, sagt Skibbe. Viele andere stehen auf dem Prüfstand. Auch im Olympiastadion. Nachdem sich beim Abschlusstraining auch der leicht angeschlagene Maik Franz gesund gemeldet hat, bieten sich dem Trainer viele Möglichkeiten.

Die ersten Entscheidungen hat der Trainer gestern nach dem Abschlusstraining getroffen. Mehdi Mahdavikia durfte nach Hause fahren. Jan Zimmermann, Marcel Titsch-Rivero und erstmals Christoph Preuß werden bei der U 23 in der Regionalliga spielen.

Eintracht:Nikolov - Ochs, Chris, Russ, Spycher - Korkmaz, Schwegler, Teber, Köhler - Meier, Liberopoulos; Bank: Fährmann - Jung, Franz, Steinhöfer. Caio, Bajramovic, Heller

Quelle: op-online.de

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