Luxusprobleme für Eintracht-Trainer Veh

Gut in Form, aber sein Platz in der Startelf ist in Gefahr: Matthias Lehmann.
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Gut in Form, aber sein Platz in der Startelf ist in Gefahr: Matthias Lehmann.

Frankfurt (sp) - Der Schreck war groß, als sich Pirmin Schwegler am zweiten Tag des Trainingslagers in Katar den großen Zeh des linken Fußes gebrochen hat.

Mindestens vier Wochen Pause für den Kapitän, wie sollte die Frankfurter Eintracht das verkraften? Dazu hatte die Eintracht Torjäger Theofanis Gekas in die Türkei verkauft, der Wechsel von Patrick Helmes war in letzter Minute geplatzt und mit Bamba Anderson und Mohamadou Idrissou gab es Sorgen um zwei absolute Stammkräfte, die nach Operationen noch nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte waren. Nicht viel hat vor dem zweiten Teil der Saison für die Eintracht gesprochen.

Torverhältnis hat sich deutlich aufgebessert

Drei Wochen später haben sich die Ausgangspositionen grundlegend geändert. Keines der Spitzenteams ist so gut aus den Startlöchern gekommen wie die Frankfurter, gegenüber Fortuna Düsseldorf hat die Eintracht fünf Punkte gutgemacht. Die Eintracht ist Tabellenführer und weist die beste Form der Aufstiegsanwärter auf.

Doch es spricht noch einiges mehr als nur die Tabellenführung und der Trend für die Eintracht seit dem letzten Wochenende. Das Torverhältnis hat sie mit dem 6:1 gegen den FSV deutlich aufgebessert. Nur die Spielvereinigung Greuther Fürth ist noch einen Treffer besser. Dazu ist endlich jene Euphorie eingekehrt, die sich Trainer Armin Veh in den Wochen zuvor gewünscht hatte. Womöglich haben die Ungerechtigkeiten von Düsseldorf und der Kantersieg gegen den FSV eine Bremse gelöst, sowohl bei der Mannschaft als auch beim Publikum.

Matthias Lehmann hat seine beste Saisonleistung gezeigt

Passiert unter der Woche nichts Außergewöhnliches, kann der Trainer am Sonntag in Paderborn auch zum allerersten Mal auf den kompletten Kader zurückgreifen. Veh hat mehrere „Luxusprobleme“, denn mit Schwegler und Idrissou wollen zwei Spieler zurück ins Team, die im Grunde zur Stammelf gehören. Doch gerade ihre Vertreter haben stark gespielt. Matthias Lehmann hat gegen den FSV seine beste Saisonleistung gezeigt, Jimmy Hoffer auch. Sie aus der Mannschaft zu nehmen, wäre problematisch. Schwegler und Idrissou draußen zu lassen auch. Eine Systemänderung vom zuletzt erfolgreichen 4-2-3-1 zum in der Vorrunde erfolgreichen 4-4-2 würde das Problem nicht wirklich lösen, sondern nur verschieben. Denn für zwei neue Spieler müssten zwei andere raus. Und auch die anderen im Mittelfeld waren gut, Sebastian Rode als „Dauerläufer“, Benjamin Köhler als Vorbereiter und Schütze in Düsseldorf, Alexander Meier als bester Spieler überhaupt und Karim Matmour als dreifacher Torschütze sowieso. Der Algerier muss wohl nach seinem angeblichen Ellbogenstoß gegen FSV-Kapitän Samil Cinaz nicht mit einer Anklage durch den DFB-Kontrollausschuss rechnen.

Mohammed Abu, der junge Ghanaer, sitzt unterdessen nach dem Afrika-Cup noch in seiner Heimat fest, weil ein Visum fehlt.

Quelle: op-online.de

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