Maik Franz fühlt sich ungerecht behandelt

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Maik Franz

Frankfurt (sp) ‐ Auch am Tag danach trieb alleine die Frage nach Maik Franz Christoph Daum noch die Zornesröte ins Gesicht. Der neue Trainer der Frankfurter Eintracht verteidigte seinen Kapitän wie eine Mutter ihr Kind.

„Das ist meine Familie“, sagte Daum und meinte die Eintracht, „da wehre ich mich gegen Ungerechtigkeiten“.

Und als ungerecht empfand der Frankfurter Trainer die verbalen Angriffe seines Bremer Kollegen Thomas Schaaf gegen Maik Franz. „Das ist eine Hetzjagd gegen Franz, es wird versucht ihn zu stigmatisieren“, sagte Daum, „ich hoffe, dass mir als Trainer so etwas nie passiert.“ Anlass für den Trainerstreit war ein Angriff von Schaaf gegen Franz. „Dieser Spieler tritt die Fairness mit großen Schuhen“, hatte der Bremer gesagt, „ich würde ihm wirklich raten, sich Gedanken zu machen und sich schnell zu ändern“.

Der Abwehrspieler von Eintracht Frankfurt hatte beim 1:1 am Freitag seinen Bremer Gegenspieler Denni Avdic bei einem Zweikampf mit der Hand im Gesicht getroffen und dabei verletzt.

„Was da passiert ist, gehört sich nicht“

Franz hatte seine Unschuld beteuert. „Das war unabsichtlich. Er ist in mich reingerannt, ich konnte überhaupt nichts dafür.“ Das sah auch Schiedsrichter Meyer so, der Freistoß für die Eintracht pfiff. Die Bremer dagegen unterstellten dem Frankfurter Absicht. „Maik Franz muss sein Verhalten überprüfen. Er ist ein guter Bundesligaspieler, aber das ist nicht das, was die Fans sehen wollen“, erklärte Schaaf. „Wenn der Schiedsrichter es zulässt, dann haut der einen ins Krankenhaus“, wetterte Torsten Frings. Was die Frankfurter auf die Palme brachte. „Ausgerechnet Frings, der immer an der Grenze des Erlaubten spielt“, ärgerte sich Franz, der sich unfair behandelt fühlt. Auch vom Schiedsrichter. „Die Gelbe Karte war ein Witz, das war nicht einmal ein Foul“, sagt Franz, „da heißt es, geben wir dem Franz Gelb, dann ist Ruhe.“ Die Frankfurter bezichtigen ihrerseits die Bremer der Unsportlichkeit. „Maik wurde permanent provoziert“, sagt Daum, „er wurde mehr gefoult, als dass er gefoult hat. Hut ab vor Maik, wie ruhig er bleibt.“ Vor allem verbal sei Franz von den Bremern attackiert worden, die einen Platzverweis hätten provozieren wollen. Am meisten ärgerte die Frankfurter die öffentliche Kritik. „Was da passiert ist, gehört sich nicht“, sagte Daum, „von uns hat keiner vor einer Woche eine Rote Karte gefordert, als Diego Ochs getreten hat.“

„Das ist eine absolute Frechheit“, sagt Franz, der sich privat in vielen sozialen Projekten engagiert, „ich habe nie einen Spieler absichtlich verletzt.“

Quelle: op-online.de

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