Vor dem Spiel in Hoffenheim

Mutig gegen den „Angstgegner“

Frankfurt (sp) - Der Lieblingsgegner der Frankfurter Eintracht ist 1899 Hoffenheim nun wirklich nicht. Sechsmal haben beide gegeneinander in der 1. Liga gespielt, nie haben die Frankfurter gewonnen.

Zweimal reichte es zu einem 1:1, viermal setzte es Niederlagen, darunter eine herbe 0:4-Heimpleite in der Saison 2010/11, an deren Ende der Abstieg stand. Ein „Angstgegner“ also für die Eintracht. Doch die Statistik beeindruckt den Frankfurter Trainer nicht.

„Wir wollen mit Selbstvertrauen ins Spiel gehen und dort gewinnen“, sagt Armin Veh, „wir werden uns nicht einigeln, sondern frech aufspielen“. Die Spieler haben die Marschroute des Trainers längst verinnerlicht. „Wir fahren da hin, um zu gewinnen“, sagt Torwart Kevin Trapp. Der 2:1-Auftaktsieg gegen Leverkusen hat der Eintracht viel Mut gemacht.

Dennoch sind sich alle in Frankfurt der Schwere der Aufgabe bewusst. Hoffenheim habe zwar mit der 0:4-Pokalblamage beim AK Berlin einen schwachen Start hingelegt, aber zuletzt bei der 1:2-Pleite in Mönchengladbach „sehr gut gespielt“, sagt Veh, den mit 1899-Trainer Markus Babbel fast schon eine Art Freundschaft verbindet.

Babbel war unter Veh beim VfB Stuttgart Spieler, wurde unter ihm Assistenz-Trainer. Und im November 2008 löste er ihn sogar als Chef ab. Selbst darunter habe das Verhältnis nicht gelitten. „Im Gegenteil“, sagt Veh, „ich habe ja durch Markus’ gute Arbeit noch Geld verdient.“ Babbel hatte den VfB damals in die Champions-League geführt, Veh dafür noch eine Prämie kassiert. „Wir haben einen sehr guten Kontakt“, sagt der Eintracht-Coach, „Markus ist ein ehrlicher, feiner Kerl.“

Mehr als 3000 Eintracht-Fans werden die Mannschaft nach Sinsheim begleiten und die gleiche Mannschaft sehen wie letzte Woche, auch den gleichen Kader. „Es gibt keinen Grund, etwas zu ändern“, sagt Veh. Talent Sonny Kittel (19) bleibt also außen vor. An eine Ausleihe des Mittelfeldspielers aber ist dennoch nicht gedacht. „Er ist ein unglaubliches Talent und soll hier bleiben“, betont der Trainer. Auch andere Klubs in der Bundesliga könnten Kittel keine Spielpraxis garantieren. Und in der 2. oder 3. Liga wären die Anforderungen für den Spieler auf Dauer nicht hoch genug. Veh: „Er muss jetzt einfach geduldig sein.“ Es sei durchaus zu erwarten, „dass er schon bald wieder dabei ist“.

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © dpa

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare