Gross und Littbarski sind kein Thema / Funkel nach Bielefeld?

Neuer Eintracht-Trainer ist nicht zu beneiden

Frankfurt - (sp) Wer wird neuer Trainer bei Eintracht Frankfurt? Diese Frage soll bis Ende der Woche geklärt werden.

Das hat zumindest der Vorstandvorsitzende Heribert Bruchhagen angekündigt, weil ja in der Folge auch einige wichtige Personalentscheidungen die Mannschaft betreffend gefällt werden müssen. „Ich hoffe, dass ich diesen Zeitplan einhalten kann“, sagte Bruchhagen, „aber unter Druck setze ich mich deshalb nicht.“

Sicher zu den Kandidaten gehört weiter der ehemalige Leverkusener Michael Skibbe, der zuletzt Galatasaray Istanbul trainierte. Auch mit Uwe Rapolder, dem Trainer des Zweitligisten TuS Koblenz, hat es Gespräche gegeben. In Thomas Doll, Mirko Slomka und Thomas von Heesen wurden öffentlich weitere Kandidaten genannt. Dagegen können Christian Gross und Pierre Littbarski von der Liste gestrichen werden. Mit dem Schweizer Gross habe er bislang jedenfalls nicht gesprochen, sagte Heribert Bruchhagen. Und auch die Gerüchte, Littbarski könne ein Kandidat sein, haben sich als haltlos erwiesen. Der Weltmeister von 1990 trainiert seit einigen Wochen den FC Vaduz aus dem Fürstentum Liechtenstein, der in der 2. Schweizer Liga spielt, und war gleich bei zwei Spielen der U23 von Eintracht Frankfurt. Jedoch nur, um sich einen Spieler (vermutlich Richard Weil) anzuschauen. „Er hat sich offiziell angekündigt“, sagte Eintracht-Präsident Peter Fischer.

Der Neue muss fast schon ein kleines Wunder vollbringen, aus wenig viel machen, sowie „schneller und attraktiver spielen lassen“, wie Bruchhagen sagte. Dies aber mit weitgehend unverändertem Personal. „Der neue Trainer findet eine Konstellation vor, um den ich ihn nicht beneide“, gestand Fischer. „Wir müssen bei der Eintracht den gordischen Knoten zerschlagen zwischen den wirtschaftlichen Zwängen und den sportlichen Notwendigkeiten und Möglichkeiten.“ Tabellarisch sieht der Eintracht-Präsident wenig Spielraum nach oben, Mannschaften wie Bremen, Dortmund, Leverkusen oder Hoffenheim hätten ganz andere Voraussetzungen. „Es gibt viele Teilchen, die wir verbessern können“, so Fischer. Der neue Trainer soll das Puzzle zusammensetzen.

Vorgänger Friedhelm Funkel wird derweil bei Erstliga-Absteiger Arminia Bielefeld als neue Trainer gehandelt.

Quelle: op-online.de

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