„Nicht verrückt machen lassen“

Friedhelm FunkelFoto: ey

Frankfurt - Die Frankfurter Eintracht steht wieder einmal im Abstiegskampf, doch Friedhelm Funkel strahlt Ruhe und Zuversicht aus. Mit dem Trainer sprach unser Mitarbeiter Peppi Schmitt.

Fühlen Sie sich jetzt so richtig in Ihrem Element?

Friedhelm Funkel: Warum sollte ich?

Weil Ihnen der Ruf anhaftet, am besten seien Sie im Abstiegskampf.

Funkel: Das ist doch Blödsinn. Das hängt doch immer von der Mannschaft ab, die man trainiert. Wäre ich Trainer von Bayern München, würde ich Meister. Was stimmt, ist, dass ich mich im Abstiegskampf auskenne. Ich weiß, auf was es ankommt, ich lebe das vor.

Auf was kommt es an?

Funkel: Dass man sich nicht verrückt machen lässt. Dass man ruhig und konzentriert arbeitet. Genau das werden wir tun.

Sie haben also den Abstiegskampf angenommen. Die Spieler auch?

Funkel:Na klar, das haben wir schon in der Vorrunde nach unserem schlechten Start. Bei allem, was wir durchmachen in dieser Saison mit Verletzten, Kranken und Operierten wäre es doch fahrlässig, so zu tun, als hätten wir damit nichts zu tun. Wir sind mittendrin im Abstiegskampf. Ich habe gesagt, dass es in den nächsten Wochen sicher knapp bleiben wird. Aber genauso sicher bin ich, dass wir es am Ende schaffen.

Achten sie eigentlich schon aufs Torverhältnis? Im Moment steht die Eintracht ja von allen gefährdeten Mannschaften noch am besten da.

Funkel:Ich achte immer aufs Torverhältnis, weil es am Ende entscheidend sein kann. Nicht nur im Abstiegskampf, auch bei allen anderen Entscheidungen.

Macht es Ihnen nicht Angst, dass zum Beispiel eine Mannschaft wie Mönchengladbach plötzlich Punkt um Punkt sammelt?

Funkel: Nein, warum sollte es? Die Gladbacher haben im Moment eine gute Phase, aber diese Phase wird nicht bis zum Ende anhalten. Auch sie werden wieder eine Schwächeperiode haben, wie alle Mannschaften. Und dann müssen wir da sein und die nötigen Punkte holen.

Am besten schon am Samstag bei Bayer Leverkusen, Die haben ja in ihrem Ausweichquartier in Düsseldorf noch kein Bundesligaspiel gewonnen...

Funkel: Ja, sie haben aber gerade erst im Pokal die Bayern geschlagen. Leverkusen ist eine der besten Mannschaften der Liga, die zuletzt nur ihre Chancen nicht genutzt hat.

Rechnen Sie eigentlich am Samstag wieder fest mit Patrick Ochs?

Funkel:Nein, sicher bin ich nicht. Ich hoffe, dass er spielen kann.

Und Zlatan Bajramovic? Gehört er nun wieder fest dazu?

Funkel: Ja, ich hätte ihn schon gegen Hoffenheim gerne gebracht, aber am Ende war es einfach zu hektisch auf dem Platz. Da wollte ich nicht mehr wechseln.

Quelle: op-online.de

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