Nikolov soll bis 2011 bleiben

Oka Nikolov
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Oka Nikolov

Frankfurt (sp) ‐ Alter schützt vor Ansehen nicht: Der 35-jährige Oka Nikolov wird nicht nur in den nächsten Wochen die Nummer eins im Tor der Frankfurter Eintracht bleiben.

Nikolov hat darüber hinaus die Chance, auch weiter für die Eintracht zu spielen. „Wenn Oka gesund ist, spielt er“, sagte Trainer Michael Skibbe, Nikolov soll am Samstag in der Heimpartie gegen Borussia Mönchengladbach nach auskurierter Knieprellung wieder das Eintracht-Tor hüten. „Oka ist ein ganz wichtiger Spieler für uns“, sagt Skibbe, „ich würde ihn gerne noch ein weiteres Jahr bei uns sehen.“ Der Vertrag von Nikolov läuft im nächsten Sommer aus, nach dem Bekenntnis des Trainers ist es wahrscheinlich, dass er noch einmal verlängert wird. In der Winterpause soll es Gespräche geben mit Nikolov.

Auch Ralf Fährmann und Markus Pröll rechnen sich Chancen aus

Der Frankfurter Trainer geht davon aus, dass in der Vorbereitung auf die Rückrunde der Kampf um den Stammplatz im Tor neu entbrennen wird. Neben Oka Nikolov rechnen sich auch Ralf Fährmann und Markus Pröll Chancen aus. Pröll ist nach seiner schweren Schulterverletzung früher als erwartet ins Training zurückgekehrt und hat angekündigt um seinen Arbeitsplatz zu kämpfen. „Ich will dem Trainer die Entscheidung so schwer machen wie möglich“, sagt der 30 Jahre alte Torhüter, dessen Vertrag im nächsten Sommer wie jener von Nikolov und jener von Jan Zimmermann ausläuft. Bleibt Nikolov, dürfte Pröll schlechte Karten für eine Zukunft bei der Eintracht haben.

Der Trainer hofft, „dass für Markus vielleicht ein Markt da ist im nächsten Sommer.“ Bis dahin aber will er auch Pröll eine faire Chance geben. „Abwarten wie schnell Markus hundertprozentig fit wird“, sagt Skibbe, „vielleicht ist er ja hinterher unser Torwart“. Gerade in der Torhüterfrage ist der Trainer aus den schmerzvollen Erfahrungen in Frankfurt klug geworden und hält sich alle Optionen offen.

Eintracht wil aufgeblähten Kader deutlich verringern

Grundsätzlich aber gilt, dass die Eintracht versuchen wird, den aufgeblähten Kader deutlich zu verringern. Dies könne, so Skibbe, im Winter geschehen, „wenn es denn Interesse an Spielern aus unserem Aufgebot gibt.“ Und dies werde sicher im nächsten Sommer passieren, wenn einige Verträge auslaufen. Benjamin Köhler gilt als Kandidat für einen Vereinswechsel, wird immer wieder mit Hertha BSC Berlin in Verbindung gebracht. Köhler stammt aus Berlin und dort trainiert sein ehemaliger Förderer in Frankfurt, Friedhelm Funkel. Michael Skibbe betonte noch einmal die Vertragstreue der Eintracht, gibt aber auch zu bedenken, „dass wir natürlich im Mittelfeld ein Überangebot gegenüber dem Sturm haben.“ Gibt es also Interesse an Benjamin Köhler, würde die Eintracht ihn sicher ziehen lassen. Aktuell aber gebe es „keine Anfrage“, sagt Michael Skibbe, alle Vereine würden bis zur Winterpause abwarten. „Dann könnte Bewegung in den Spielermarkt kommen“, hofft der Frankfurter Trainer, der erwartet, dass bis dahin auch die unzufriedenen Spieler bei der Eintracht „hier weiter Gas geben“.

Quelle: op-online.de

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