Eintracht-Trainer Veh lobt Sportdirektor Hübner: „Toll, was er hier zusammengestellt hat“ / Schwegler muss Schmerzen aushalten

„In Österreich wären wir Meister“

Armin Veh Foto: Hübner

Frankfurt - Zum ersten Mal seit fast einem halben Jahr hat Eintracht Frankfurt wieder ein Heimspiel gewonnen. Nach dem 4:1 gegen Rostock liegt die Eintracht mit 16 Punkten aus acht Spielen in der Spitzengruppe - aber noch nicht auf dem fest eingeplanten Aufstiegsplatz.

Über die Anfangsphase der Saison und die Perspektiven sprach unser Mitarbeiter Peppi Schmitt mit Eintracht-Trainer Armin Veh.

Gekas, Hoffer, Kessler nur auf der Bank, Friend nur eingewechselt. Ist es nur eine Frage der Zeit, wann es Unruhe gibt?

Natürlich gibt es unzufriedene Spieler, das ist normal. Gerade deshalb ist es wichtig, einen Teamgedanken zu entwickeln. Egoisten nerven mich. Mein Eindruck ist, dass wir diesen Teamgedanken haben.

Hat die Eintracht nicht zu viele Spieler verpflichtet und zu viele Spieler im Kader?

Es war absolut notwendig, diese Spieler zu holen. Als wir hier angefangen haben, hatten wir gar keine Mannschaft, vielleicht elf, zwölf Spieler. Deshalb finde ich es toll, was Bruno Hübner hier zusammengestellt hat.

Noch sind die Spieler nicht alle angekommen bei der Eintracht und in der Zweiten Liga. Was ist zum Beispiel mit Gordon Schildenfeld?

Jeder Spieler hat Geduld verdient. Wenn er aus dem Ausland in eine neue Umgebung kommt, noch mehr. Deshalb kriegt er von mir Zeit. Aber natürlich muss er sicherer und konstanter werden. Eigentlich ist er ja mein Abwehrchef.

In Österreich war er der überragende Abwehrspieler der Liga. Warum klappt das in der zweiten deutschen Liga nicht?

Weil die 2. Liga in Deutschland besser ist als die 1.Liga in Österreich. Ich bin sicher, dass wir in Österreich Meister werden würden.

Die Eintracht hat an den ersten acht Spieltagen gegen alle Spitzenteams gespielt. Kommen jetzt die leichteren Gegner?

Das wäre ein Trugschluss, auch wenn St. Pauli, Düsseldorf oder Fürth viel Qualität haben. Für uns wird jedes Spiel relativ schwierig, weil sich die anderen gegen den vermeintlichen Topfavoriten besonders reinhängen.

Schauen Sie auf die Ergebnisse der Konkurrenz?

Ja natürlich, ich schaue mir die Spiele an und bewerte die Ergebnisse, auch wenn das jetzt noch nicht ganz so wichtig ist. Entschieden wird am Schluss, deshalb muss es das erste Ziel sein, dranzubleiben. Oder besser noch wegzuziehen.

Pirmin Schwegler quält sich seit Wochen mit einer Rückenverletzung. Wird das eine „never-ending-story“?

Das denke ich nicht, die Diagnose ist ja klar. Er hat eine Entzündung, aber er hat nichts an der Bandscheibe. Die Schmerzen muss er aushalten, da muss er durch.

Sie haben zuletzt Bell und Bellaid gelobt, Sie gestehen nunTzavellas eine Chance zu. Der einzige, der den Anschluss scheinbar verloren hat, ist Caio.

Caio hatte genügend Möglichkeiten. Er hat in der Vorbereitung gespielt, in Fürth und gegen St. Pauli . Caio ist ein besonderer Fall. Er kann alles, er ist beidfüßig, er ist kopfballstark, er ist nicht langsam. Wenn wir fünf gegen fünf spielen im Training, ist er überragend. Aber wir spielen nun mal elf gegen elf und da reicht es nicht. Und das schon beim vierten Trainer. Es könnte also am Spieler liegen.

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